DSD fördert das Lehmbruck Museum in Duisburg

DSD fördert das Lehmbruck Museum in Duisburg

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DSD fördert das Lehmbruck Museum in Duisburg



(pressrelations) -
International bedeutende Skulpturensammlung

Die dringend notwendigen Arbeiten zur Dachinstandsetzung am Wilhelm Lehmbruck Museum in Duisburg unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit 100.000 Euro, darin enthalten ist eine zweckgebundene Spende der Wüstenrot-Stiftung. Den entsprechenden Fördervertrag überbringen DSD-Geschäftsführer Stephan Hansen und Dr. Dietmar Rudert vom Ortskuratorium Essen der DSD am Montag, den 3. Februar 2014 um 15.00 Uhr im Beisein von Oberbürgermeister Sören Link und WestLotto- Geschäftsführer Theo Goßner - die DSD ist seit 1991 Destinatär der Lotterie GlücksSpirale - vor Ort an Uwe Rohde, Geschäftsführer der Immobilien Management Duisburg und Frau Dr. Söke Dinkla, die Direktorin des Museums. Für die Maßnahmen stehen ebenfalls namhafte Mittel der Kommune und des Beauftragten der Bunderegierung für Kultur und Medien zur Verfügung.

Zentral in der Stadt am Rand des Immanuel-Kant-Parks entstand nach Plänen des Architekten und Bildhauersohns Manfred Lehmbruck von 1959 bis 1964 ein Museum, das Mitte der 1980er Jahre noch erweitert wurde. Das Museum beherbergt die städtische Kunstsammlung, die aus dem Bestand des 1902 gegründeten Museumsvereins und dem Werk des in Duisburg geborenen Bildhauers Wilhelm Lehmbruck besteht. Skulpturenpark und Sammlung des Museums besitzen internationalen Ruf.

Manfred Lehmbruck entwarf - beeinflusst von Mies van der Rohe und Le Corbusier - zwei rechtwinkelig angeordnete Baukörper von unterschiedlicher Formensprache. Einerseits konstruierte er eine große, von Glaswänden umschlossene flexible Halle für wechselnde Exponate. Die Halle ergänzen eine Empore und Verwaltungsräume am Kopfende. Im Gegensatz zu der transparenten Glashalle besteht der Lehmbruck Flügel aus Stahlbeton. Hier dominieren Sichtbeton und Glaselemente. Der Raum leitet über mehrere Galerieebenen mit langen Treppenläufen tief hinab. Um ein zentrales Atrium werden die Binnenräume an der Nord- und Südseite von jeweils zwei gegeneinander versetzten und gewölbten Betonschalen begrenzt. An den Nahtstellen öffnet sich der Blick durch wandhohe Fenster in den Park. Ein schmales Fensterband, das als Oberlicht gestaltet ist, schließt die Wände ab.



Glashalle und Betonkubus verbindet der Kassen- und Eingangsbereich. Die Kunstwerke im Skulpturenhof korrespondieren mit den Exponaten des Innenraums. Steigender Platzbedarf führte 1987 zu einem Anbau, der am Kopfende der gläsernen Halle mit einem zweigeschossigen Gang an- und so den Skulpturenhof abschließt. Im Lehmbruck Flügel dringt durch das undichte Flachdach Nässe ein und schädigt die Konstruktion. Die die Dachhaut tragenden Spanplatten und Holzbalken sind schadhaft. Risse, Abplatzungen und Korrosionsschäden an den Armierungen sind an den Sichtbetonflächen außen und innen aufgetreten. An der Außentreppe des Haupteingangs besteht Einsturzgefahr.

Der für seine Entstehungszeit sehr moderne Komplex - ein besonderes Beispiel für die Museumsarchitektur nach dem Zweiten Weltkrieg - gehört nunmehr zu den über 330 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank individueller Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von WestLotto, allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.


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Datum: 19.12.2014 - 13:15 Uhr
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