Moorschutz hört bei Rot-Rot an der Landesgrenze auf

Moorschutz hört bei Rot-Rot an der Landesgrenze auf

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Moorschutz hört bei Rot-Rot an der Landesgrenze auf



(pressrelations) -
Zum Welttag der Feuchtgebiete am Sonntag, dem 2.2.14, sagt MICHAEL JUNGCLAUS, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Unsere Moore haben ihre wichtigen ökologischen Funktionen als Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen und als CO2-Speicher weitgehend verloren. Moorschutz ist Biodiversitäts- und Klimaschutz in einem. Daher müssen wir dem Schutz und der Renaturierung unserer Feuchtgebiete eine höhere Priorität einräumen.

Brandenburgs Moore sind erheblich gestört, nur noch auf einem Prozent der Flächen findet noch Moorwachstum statt, wie ein Zwischenbericht zum aktuell zu erarbeitenden Moorschutzprogramm feststellte. Unsere Moore verlieren jährlich einen Zentimeter an Mächtigkeit infolge Mineralisation und Sackung, die vorwiegend durch Entwässerung land- und forstwirtschaftlicher Flächen resultiert. Würde sich der Moorschwund in dieser Geschwindigkeit fortsetzen, wären in Brandenburg bereits in 40 Jahren über die Hälfte der Brandenburger Moorflächen verschwunden und erhebliche Mengen an Kohlendioxid freigesetzt.
Diese traurige Bilanz zeigt, dass der Moorschutz in der Vergangenheit zu sehr vernachlässigt wurde und es allerhöchste Zeit wird, hier einen Hebel umzulegen. Der Beschluss des Landtags für ein Moorschutzprogramm war dringend nötig, jetzt gilt es, den Worten Taten folgen zu lassen. Im Rahmen der neuen EU-Förderperiode muss die Landesregierung dafür Sorge tragen, dass umfängliche Mittel für Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden, die den Moorschwund aufhalten und eine Renaturierung unserer Moore ermöglichen."

MICHAEL JUNGCLAUS übte zudem scharfe Kritik am brandenburgischen Infrastrukturministerium. Einer Antwort auf seine Kleine Anfrage zum Umgang mit Torf auf Landesliegenschaften ist zu entnehmen, dass das Vogelsänger-Ministerium offenkundig kein Interesse am Moorschutz hat: "Der Moorschutz hört bei der rot-roten Landesregierung an der Landesgrenze auf. Sie hat sich bisher keinerlei Gedanken über den Einsatz torfhaltiger Produkte gemacht und scheint auch keinerlei Ambitionen zu haben, dies zu tun. Es ist absurd, dass Umweltministerin Tack ein Moorschutzprogramm erarbeiten lässt und sogenannte "MoorFutures" für eine CO2-Kompensation auflegen lässt und ihr Kabinettskollege Vogelsänger gleichzeitig nichts daran findet, dass die Verwendung von Torf als Blumenerde auf Landesliegenschaften an der Zerstörung von Mooren außerhalb Brandenburgs beiträgt. Wer den Moorschutz ernst nimmt, sollte tunlichst auf torfhaltige Blumenerde verzichten. Ich erwarte von der Lande


sregierung, dass sie ihrer Vorbildfunktion gerecht wird und hier entsprechend nachsteuert. Es sind ausreichend Alternativen im Handel erhältlich."

Torf wird in Mooren abgebaut, die als Biotope eine herausragende Bedeutung haben, neben den Meeren der wichtigste Kohlenstoffspeicher überhaupt sind und somit eine wichtige Rolle für den Klimaschutz spielen. Eine zehn Zentimeter dicke Torfschicht speichere die gleiche Menge Kohlenstoff wie ein 100-jähriger Wald.

Die Antwort auf die zitierte Kleine Anfrage


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Datum: 19.12.2014 - 15:15 Uhr
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