Eine App hilft, um Tiere und Pflanzen zu bestimmen
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ne App hilft, um Tiere und Pflanzen zu bestimmen
Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade Biologische Vielfalt erklärt. Ziel ist es, mehr Menschen für den Erhalt der artenreichen Tier- und Pflanzenwelt zu begeistern. Projekte, die dazu in besonderer Weise beitragen, werden prämiert. Mit dabei: Das Projekt Biodiversität interaktiv des Bamberger Didaktikers für Naturwissenschaften Jorge Groß.
Rund 170 Baum- und Straucharten sind in Deutschland heimisch. Hinzukommen etwa 180 häufig gepflanzte Arten aus Parks und Gärten, Kulturpflanzen und eingebürgerte Arten. "Die Artenvielfalt ist sehr groß, doch das Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt ist im Laufe der vergangenen Jahrzehnte rapide gesunken", erklärt Dr. Jorge Groß, Professor für Didaktik der Naturwissenschaften an der Universität Bamberg. Dabei ist die sogenannte Artansprache, also die Fähigkeit, Tiere und Pflanzen zu bestimmen, zentral für die Biologie und die Grundlage für alle weiteren Prozesse.
Groß? Projekt "Biodiversität interaktiv" möchte Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein für die biologische Vielfalt vermitteln. "Hierfür nutzen wir die Möglichkeiten digitaler Medien", führt Groß aus. Das Anwendungsprogramm "iKosmos - in touch with nature" ermöglicht Lernenden, mithilfe von Smartphones oder Tablet-PCs Bäume, Sträucher, Muscheln und Schnecken zu bestimmen.
Dafür müssen die Nutzer Fragen beantworten. Hat der Baum Nadel- oder Laubblätter? Welche Form hat das Blatt? Wie wächst die Pflanze? Abgefragt wird, was Schüler typischerweise erkennen. Statt Fachbegriffen bietet die App als Antwortmöglichkeiten Bilder an. Zusätzlich gibt es zu jeder Frage auch einen "weiß nicht"-Button. Damit hat die App einen großen Vorteil gegenüber herkömmlichen Bestimmungsmethoden. "Auch bei falschen Antworten bestimmt das System die Art korrekt", erläutert Groß.
Ist die Art bestimmt, hält das Programm Zusatzinformationen wie Lernvideos bereit. Dank GPS kann der Fund dokumentiert und auf einer Onlineseite eingetragen werden. Hierin liegt Groß zufolge großes Potential für den Einsatz der App im Biologieunterricht. Gemeinsam mit seinem Team führte Groß bereits mehrere Lehrerfortbildungen durch. Auch die Zahlen sprechen für sich: Die App verzeichnet bislang rund 40 000 Downloads.
Jorge Groß? erlebnisorientiertes, multimedial gestütztes Konzept mit App und Zusatzfunktionen überzeugte auch die Jurorinnen und Juroren des UN-Dekade-Wettbewerbs. Sie zeichneten "Biodiversität interaktiv" als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt aus. Dieses Qualitätssiegel für nachahmenswerte Projekte soll dazu beitragen, das gesellschaftliche Bewusstsein für die Vielfalt der Natur zu fördern und zu ihrem Schutz anzuregen. Auch nach der Preisübergabe tüfteln Groß und sein Team weiter an iKosmos. Bislang funktioniert die App nämlich nur auf iOS-Geräten. Künftig soll sie an andere Betriebssysteme angepasst werden. Eine separate App für weitere Artengruppen ist ebenfalls in Planung.
Ziel der Vereinten Nationen ist es, durch die UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011-2020 mehr Menschen für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu sensibilisieren. Dabei soll vor allem das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert dieser Vielfals sowie die Verantwortung für ihren Schutz und ihre nachhaltige Nutzung gefördert werden.
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Kapuzinerstraße 16
96045 Bamberg
Telefon: +49-951-863-0
Telefax: +49-951-863-1005
Mail: post(at)uni-bamberg.de
URL: www.uni-bamberg.de
Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade Biologische Vielfalt erklärt. Ziel ist es, mehr Menschen für den Erhalt der artenreichen Tier- und Pflanzenwelt zu begeistern. Projekte, die dazu in besonderer Weise beitragen, werden prämiert. Mit dabei: Das Projekt Biodiversität interaktiv des Bamberger Didaktikers für Naturwissenschaften Jorge Groß.
Rund 170 Baum- und Straucharten sind in Deutschland heimisch. Hinzukommen etwa 180 häufig gepflanzte Arten aus Parks und Gärten, Kulturpflanzen und eingebürgerte Arten. "Die Artenvielfalt ist sehr groß, doch das Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt ist im Laufe der vergangenen Jahrzehnte rapide gesunken", erklärt Dr. Jorge Groß, Professor für Didaktik der Naturwissenschaften an der Universität Bamberg. Dabei ist die sogenannte Artansprache, also die Fähigkeit, Tiere und Pflanzen zu bestimmen, zentral für die Biologie und die Grundlage für alle weiteren Prozesse.
Groß? Projekt "Biodiversität interaktiv" möchte Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein für die biologische Vielfalt vermitteln. "Hierfür nutzen wir die Möglichkeiten digitaler Medien", führt Groß aus. Das Anwendungsprogramm "iKosmos - in touch with nature" ermöglicht Lernenden, mithilfe von Smartphones oder Tablet-PCs Bäume, Sträucher, Muscheln und Schnecken zu bestimmen.
Dafür müssen die Nutzer Fragen beantworten. Hat der Baum Nadel- oder Laubblätter? Welche Form hat das Blatt? Wie wächst die Pflanze? Abgefragt wird, was Schüler typischerweise erkennen. Statt Fachbegriffen bietet die App als Antwortmöglichkeiten Bilder an. Zusätzlich gibt es zu jeder Frage auch einen "weiß nicht"-Button. Damit hat die App einen großen Vorteil gegenüber herkömmlichen Bestimmungsmethoden. "Auch bei falschen Antworten bestimmt das System die Art korrekt", erläutert Groß.
Ist die Art bestimmt, hält das Programm Zusatzinformationen wie Lernvideos bereit. Dank GPS kann der Fund dokumentiert und auf einer Onlineseite eingetragen werden. Hierin liegt Groß zufolge großes Potential für den Einsatz der App im Biologieunterricht. Gemeinsam mit seinem Team führte Groß bereits mehrere Lehrerfortbildungen durch. Auch die Zahlen sprechen für sich: Die App verzeichnet bislang rund 40 000 Downloads.
Jorge Groß? erlebnisorientiertes, multimedial gestütztes Konzept mit App und Zusatzfunktionen überzeugte auch die Jurorinnen und Juroren des UN-Dekade-Wettbewerbs. Sie zeichneten "Biodiversität interaktiv" als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt aus. Dieses Qualitätssiegel für nachahmenswerte Projekte soll dazu beitragen, das gesellschaftliche Bewusstsein für die Vielfalt der Natur zu fördern und zu ihrem Schutz anzuregen. Auch nach der Preisübergabe tüfteln Groß und sein Team weiter an iKosmos. Bislang funktioniert die App nämlich nur auf iOS-Geräten. Künftig soll sie an andere Betriebssysteme angepasst werden. Eine separate App für weitere Artengruppen ist ebenfalls in Planung.
Ziel der Vereinten Nationen ist es, durch die UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011-2020 mehr Menschen für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu sensibilisieren. Dabei soll vor allem das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert dieser Vielfals sowie die Verantwortung für ihren Schutz und ihre nachhaltige Nutzung gefördert werden.
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Datum: 19.12.2014 - 16:07 Uhr
Sprache: Deutsch
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