Saarbrücker Zeitung: Sparkassenpräsident Fahrenschon fordert von der EZB Signal zur Zinswende - Scharfe Kritik an Geldpolitik
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Fahrenschon hat scharfe Kritik an der Geldpolitik der EZB geübt und
für 2015 eine Zinswende gefordert. Die bisherigen Entscheidungen
hätten "nicht die erwünschten Effekte gebracht, im Gegenteil", sagte
Fahrenschon der "Saarbrücker Zeitung" (Dienstagausgabe). Vielmehr
werde die Krise in einigen Staaten der Euro-Zone nur noch vertieft,
wenn man den Druck mit niedrigen Zinsen wegnehme und notwendige
Reformen unterblieben. Das Übermaß an Zentralbankgeld setze zudem die
klassische Funktion von Zinsen außer Kraft und führe zu Ausschlägen
auf vielen Teilmärkten. Als Beispiele nannte er Antiquitäten oder
Oldtimer. "Wenn das zum Normalzustand wird, funktionieren viele
wichtige Grundsätze nicht mehr. Zum Beispiel, dass sich Sparen lohnt,
dass sich Vorsorge lohnt, dass sich Vorsichtigkeit lohnt. Das alles
wird beschädigt." Fahrenschon kritisierte, dass die EU-Staats- und
Regierungschefs die EZB zum zentralen Krisenmanager gemacht hätten,
"das ist aber eigentlich nicht ihre Aufgabe." Für das kommende Jahr
forderte er von der EZB, dass sie "ähnlich wie die Fed in den USA"
frühzeitig von sich aus das Thema Zinswende besetze und
entsprechende Signale aussende. "Niemand darf für alle Ewigkeit auf
so niedrige Zinsen setzen." Auf die Gefahr von Negativzinsen
angesprochen sagte Fahrenschon, auch dieses Thema zeige, welche
Auswirkungen die EZB-Politik habe. Für die Sparkassen sei es
"selbstverständlich, dass es für private Spareinlagen keine
Negativzinsen geben darf." Man tue alles, um die Kunden vor den
gefährlichen Auswirkungen des niedrigen Zinsniveaus zu schützen.
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Datum: 30.12.2014 - 03:00 Uhr
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