Kleine und mittlere Unternehmen besonders gefordert
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Studie zur Altersstruktur in Engpassberufen veröffentlicht
Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel: "Die Studie verdeutlicht einmal mehr, dass wir die vorhandenen Fachkräftepotenziale noch besser ausschöpfen müssen. Daher ist es erfreulich, dass immer mehr ältere Personen in Beschäftigung stehen. Wir müssen aber auch die Arbeitsmarktchancen für Frauen, An- und Ungelernte sowie Menschen mit Behinderung weiter verbessen. Nur so kann der Fachkräftebedarf in der deutschen Wirtschaft langfristig gedeckt werden. Mit der neuen 'Partnerschaft für Fachkräfte' haben Unternehmen, Gewerkschaften, Sozialpartner und die Politik einen weiteren Schritt zur Erreichung dieses Zieles gemacht."
Für den September 2014 identifizieren die Wissenschaftler 139 sogenannte Engpassberufe, in denen derzeit 6,7 Millionen Fachkräfte beschäftigt sind. Das sind Berufe, in denen schon heute Fachkräfte schwer zu bekommen sind. Etwa jeder dritte dieser 6,7 Millionen Menschen ist 50 Jahre oder älter. Wenn diese Personen in Rente gehen, müssen in den deutschen Unternehmen 2,1 Millionen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ersetzt werden. So muss in den nächsten Jahren allein für 230.000 Berufskraftfahrerinnen und -fahrer sowie 175.000 Krankenschwestern und -pfleger Ersatz gefunden werden.
Die Studie weist darauf hin, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von Fachkräfteengpässen betroffen sind. Um gegenzusteuern und sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren, wurde im November 2014 vom Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) der Online-Service "Spiegel der Personalpolitik" veröffentlicht. Das darin enthaltene Benchmarking erlaubt einen interaktiven Vergleich mit der Personalarbeit anderer Betriebe gleicher Größe oder Branche. So können insbesondere KMU ihre Stärken und Schwächen besser einschätzen und die Weichen für eine gute Personalarbeit stellen.
Zu diesen und weiteren Themen rund um die Rekrutierung, Bindung und Qualifizierung von Fachpersonal bietet das KOFA konkrete Handlungsempfehlungen und gute Beispiele aus der Praxis.
Die Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. finden Sie hier (PDF: 1.3 MB).
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Datum: 02.01.2015 - 13:05 Uhr
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