Westfalenpost: Mehrwertsteuer auf Fleisch
Fleisch ist ein Stück Lebenskraft, lautet ein
alter, offenbar viel zu erfolgreicher Werbeslogan. Dabei ist längst
klar, dass viel zu viel Fleisch dem Leben auch Kraft rauben kann.
Denn die Deutschen essen deutlich mehr davon, als gut tut. 60
Kilogramm sind es pro Jahr der Statistik zufolge, pro Woche also mehr
als ein Kilogramm. Höchstens 600 Gramm empfiehlt die Deutsche
Gesellschaft für Ernährung. Ein Grund für den hohen Verbrauch:
Fleisch ist auf den ersten Blick zu billig. Dass sie der hohe Konsum
am Ende viel teurer kommt, dass sie bei den Gesundheitskosten
draufzahlen und Umweltschäden durch die hohe Nitratbelastung auch ihr
Portemonnaie belasten, machen sich viele Verbraucher nicht bewusst,
sonst würde ihnen der billige Bissen wohl im Halse stecken bleiben.
Insofern leuchtet ein, dass der niedrige Mehrwertsteuersatz von 7
Prozent für Fleischprodukte nicht mehr gerechtfertigt ist.
Ob sich mit einer Erhöhung dieses Satzes allein allerdings
tatsächlich eine Verhaltensänderung herbeiführen lässt? Haben immer
höhere Steuern auf Zigaretten wirklich dazu geführt, dass weniger
geraucht wird? Und führt ein höherer Satz am Ende zu Verbesserungen
in der Tierhaltung? Zu einem besseren Verbraucherschutz? Oder werden
nicht eher mehr noch billiger produzierte Produkte aus dem Ausland
eingeführt, vielleicht sogar wieder dem Betrug mit Pferde- und
Gammelfleisch Vorschub geleistet?
Wer Verhalten ändern
will, muss vor allem auf Aufklärung setzen, auf gelungene
Informationskampagnen - statt auf einen staatlich vorgeschriebenen
Veggie-Tag. Wie nachhaltig eine solche Arbeit wirken kann, beweist
der alte Werbeslogan von der Lebenskraft, der noch immer nachhallt.
Leider.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.01.2015 - 20:52 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1160234
Anzahl Zeichen: 2017
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 228 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Mehrwertsteuer auf Fleisch"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Martin Anton zur EZB: ...
Noch ist nichts entschieden und doch ist bereits eines klar: Die europäischen Institutionen und Mitgliedsländer wollen den Euro um jeden Preis retten. Denn genau darum geht es im Gutachten von Generalanwalt Cruz Villalón. Die Europäische Zentralbank soll seiner Einschätzung nach weitgehende
Lausitzer Rundschau: Rechtsfrieden in weiter Ferne - Gutachten gestattet der EZB Aufkauf von Staatsanleihen ...
Gerichtsurteile sollen Rechtsfrieden herstellen. Nach der Stellungnahme des EU-Generalanwalts ist absehbar, dass dies für den Luxemburger Richterspruch zum angekündigten Staatsanleihe-Aufkaufprogramm der Europäischen Zentralbank trotz absehbarer Auflagen nicht gelten wird. Zu emotional, zu id
WAZ: Ein guter Rat für Europa. Kommentar von Hannes Koch zur EZB ...
Wer kein Interesse an einer abermaligen Finanzkrise in Europa hat, freut sich über den Rat des Generalanwalts am Europäischen Gerichtshof. Die Europäische Zentralbank (EZB) darf demnach unter bestimmten Bedingungen Staatsanleihen von Euro-Mitgliedsländern aufkaufen, um diese und die gemeinsa
WAZ: Eine Frage der Gerechtigkeit. Kommentar von Frank Meßing zur Betriebsrente ...
Dreißig oder vierzig Jahre haben sie sich krumm gelegt für ihr Unternehmen. Und im Ruhestand müssen die ehemaligen Mitarbeiter von Thyssen-Krupp Steel nun ihrem Geld hinterherlaufen, das ihnen eigentlich zusteht. Mit 13 Euro mehr im Monat können sie sicher keine großen Sprünge machen. Eine




