NABU-Umfrage: Verbraucher wollen weniger Verpackungen, dafür regionales Obst und Gemüse
ID: 1161042
regionale Obst- und Gemüsesorten im Supermarkt angeboten werden - am
besten ohne Plastikverpackung. Das ist das Ergebnis einer
repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im
Auftrag des NABU. Befragt wurden mehr als eintausend Kunden, wie und
wo sie ihr Obst und Gemüse kaufen und was sie sich vom Handel
wünschen.
Besonders hoch im Kurs steht bei Verbrauchern Regionalität. Drei
von vier Kunden äußerten Interesse an regionalen und speziellen Obst-
und Gemüsesorten. Auch im Hinblick auf Verpackungen an der Obsttheke
geben die Verbraucher ein klares Votum ab: 76 Prozent der Befragten
bevorzugen Obst und Gemüse, das nicht abgepackt ist. Lediglich vier
Prozent kaufen es lieber mit Verpackung. Um Plastikmüll zu vermeiden,
sind sogar 85 Prozent der Kunden bereit, einen eigenen Beutel für
Obst und Gemüse zum Einkauf mitzunehmen.
"Wenn es nach dem Wunsch der Verbraucher geht, scheint das Ende
der Plastikverpackungen eingeläutet", sagte
NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Er appellierte an den Handel,
einen möglichst verpackungsfreien Einkauf zu ermöglichen. "Bislang
haben die Lebensmitteleinzelhändler die Verantwortung zu sehr auf die
Konsumenten abgewälzt. Doch ihre Kunden machen nun unmissverständlich
klar: Sie wollen weniger Plastik und statt dessen regionale Vielfalt.
Die Händler müssen auf die gesellschaftlichen Trends reagieren und
aktiv vorangehen", forderte der NABU-Bundesgeschäftsführer.
Nach Ansicht des NABU gibt es derzeit noch zu wenige mutige
Einzelhändler mit neuen Ideen. "Die Umfrage zeigt aber, dass hier
unterschätzte Potenziale liegen. Wenn sich ein Einzelhändler
nachhaltig und umweltbewusst positioniert, werden die Verbraucher es
ihm danken", so Katharina Istel, NABU-Expertin für Nachhaltigen
Konsum.
Vor allem in der Entwicklung von neuen Verpackungsideen gäbe es
noch ungenutzte Möglichkeiten, aber auch in der Präsentation von
Produkten im Laden und in der Gestaltung von attraktiven Angeboten.
Denn auch das machen die Verbraucher in der Umfrage klar: Mehr als 90
Prozent sind bereit, Lebensmittel zu kaufen, die bislang nicht im
Handel landen. 49 Prozent würden Obst und Gemüse mit krummen Formen
oder äußeren Mängeln kaufen, wenn es günstiger ist. 42 Prozent sogar
zum gleichen Preis.
"Auch leere Regale vor dem Feierabend sollten künftig kein Tabu
mehr sein", so Istel. Denn knapp 80 Prozent der Verbraucher würden
auf bestimmtes Obst und Gemüse oder Backwaren verzichten, wenn
dadurch insgesamt weniger Produkte weggeworfen würden. "Hier bräuchte
es in der Praxis aber kreative und kompetente
Kommunikationsstrategien, damit die Kunden nicht einfach im nächsten
Laden nach dem gleichen Produkt suchen", so Istel.
Wie groß das Interesse der Verbraucher an den Themen Ernährung
ist, zeigen jedes Jahr die Besucherzahlen bei der Internationalen
Grünen Woche in Berlin. Um Politik und Produzenten an ihre
Verantwortung für eine nachhaltige Landwirtschaft zu erinnern, geht
der NABU am 17. Januar 2015 mit zahlreichen weiteren Verbänden auf
die Straße.
Die Umfrage-Ergebnisse zum Download:
www.NABU.de/downloads/NABU_Umfrage Obst_Gemuese.pdf
Mehr zur Demonstration unter dem Motto "Wir haben es satt":
www.NABU.de/aktionenundprojekte/agrarkampagne/16476.html
Kostenfreie Pressefotos zu nachhaltigem Konsum und
verpackungsfreiem Einkauf unter: www.NABU.de/presse/fotos/konsum
Pressekontakt:
Kathrin Klinkusch, NABU-Pressesprecherin, Tel. +49 (0)30.28 49
84-1510, E-Mail: presse@NABU.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.01.2015 - 10:33 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1161042
Anzahl Zeichen: 4028
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Umwelttechnologien
Diese Pressemitteilung wurde bisher 363 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NABU-Umfrage: Verbraucher wollen weniger Verpackungen, dafür regionales Obst und Gemüse"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
NABU (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Berlin (voices) Jörg-Andreas Krüger, Präsident (NABU-Bundesverband) zum Themen-Impuls: „3 Wege, wie Unternehmen Nachhaltigkeit neu definieren". Pressekontakt: Jérôme Lombard Pressesprecher Jerome.Lombard@NABU.de Copyright: NABU / Die Verwendung dieses Videos für redaktionelle Zwe
Kuck mal, wer da an der Nessel knabbert - Der NABU will wissen, welche Raupen an Brennnesseln zu finden sind ...
Bei Brennnesseln denken die meisten Menschen an Unkraut und juckende Quaddeln auf der Haut. Die Pflanze hat ein schlechtes Image und wird darum aus vielen Gärten verbannt. "Das ist schade, denn die Brennnessel ist für viele Schmetterlingsraupen eine wichtige Futterpflanze", sagt NABU-Ins
Mehr als eine halbe Million Menschen stellen sich gegen den Abbau von Umweltgesetzen / NABU-Präsident Krüger: Wer Umweltstandards abbaut, ignoriert die Interessen der Bevölkerung ...
Mehr als eine halbe Million Menschen europaweit fordern: Hände weg von unserer Natur! Mit ihrer Unterstützung der Kampagne "Hands Off Nature" senden sie ein deutliches Signal an die EU-Politik: Naturschutz darf nicht dem politischen Druck einzelner Lobbyinteressen geopfert werden. "
Weitere Mitteilungen von NABU
VKU-Pressestatement zum Sondergutachten "Stickstoff" des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) ...
Bundesumweltministerin Hendricks hat heute das Sondergutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) zu "Stickstoff: Lösungsstrategien für ein drängendes Umweltproblem" entgegengenommen. Das Gutachten belegt aus Sicht des Verbandes kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) einm
Wir nutzen und schützen aus Verantwortung / DBV-Präsident Joachim Rukwied präsentiert die Höhepunkte des ErlebnisBauernhofes 2015 (FOTO) ...
Der ErlebnisBauernhof der Internationalen Grünen Woche wäre auch im Jahr 2015 nicht vollständig, wenn nicht Schweine, Kühe oder Kälber auf dem Bauernhof unterm Funkturm ein Zuhause haben würden. Im Ausstellungsbereich Tierproduktion steht folglich die Haltung landwirtschaftlicher Nutzti
Grüne Woche / Salm fordert Umweltschützer zu konstruktivem Dialog mit Landwirten auf ...
"Wenn Naturschutzorganisationen und Landwirtschaft nicht stärker in konstruktiven Dialog treten, fahren wir den Karren vor die Wand." Bislang hätten beide Seiten zu wenig Interesse an einer strategischen Allianz. Das kritisierte Michael Prinz zu Salm-Salm, Vorsitzender der Arbeitsgem
DBU würdigt verstorbenen SMA-Chef und Umweltpreisträger Dr.-Ing. E.h. Günther Cramer / "Ein großer Verlust für die Solarenergiebranche" ...
Mit Trauer und Anteilnahme reagiert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) auf den Tod ihres Umweltpreisträgers Dr.-Ing. E. h. Günther Cramer (Niestetal). "Günther Cramer war ein bedeutender Wegbereiter der Energiewende und hat sich mit großem persönlichem Engagement als Vorreite




