Rheinische Post: Schwerter Willkommen
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fest, auf dem Gelände einer ehemaligen
Konzentrationslager-Außenstelle Flüchtlinge unterzubringen. Zur
Begründung heißt es, das Gebäude, in das die Menschen aus Syrien und
anderen Kriegs- und Krisengebieten ziehen sollen, stamme aus den
1950er-Jahren. Dort seien auch schon ein Kindergarten und
Künstlerateliers eingerichtet worden. Und Container, die eine
flexible Lösung an anderer Stelle böten, seien schwer zu bekommen. Es
stimmt: Wichtig ist, dass die Menschen ein Dach über dem Kopf
bekommen. Doch es ist schwer nachzuvollziehen, dass eine Stadt ein
Heim auf einem historisch belasteten Gelände und in unmittelbarer
Nähe einer Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus einrichtet:
Quasi im Vorgarten der Flüchtlinge steht nun ein Mahnmal, das
eindringlich mit in Stein gehauenem Leid an das grausame Schicksal
der KZ-Zwangsarbeiter erinnert. Wenn das die allseits beschworene
Willkommenskultur sein soll, dann läuft wirklich etwas falsch in
Sachen Flüchtlingspolitik.
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Datum: 16.01.2015 - 20:22 Uhr
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