Warum ein Grexit letztlich unvermeidlich ist
Der Austritt Griechenlands aus der Eurozone wird letztlich unvermeidlich sein. Das prophezeit der griechischstämmige Wirtschaftsexperte Professor Spiridon Paraskewopoulos im Gastbeitrag für International Trade News. Er glaubt nicht, dass der Ausgang der griechischen Parlamentswahl am 25. Januar daran etwas ändern wird.
Im Gegenteil, denn die griechischen Wähler werden das Schicksal Griechenlands aller Wahrscheinlichkeit nach „wieder den Klientel-Politikern des Typs Antonis Samaras oder Alexis Tsipras überlassen“, so Paraskewopoulos.
Nur echte Reformer könnten den Grexit noch verhindern
Die beste Lösung für Griechenland sieht Gastautor Paraskewopoulos allerdings woanders, nämlich in der Vereinbarung über eine geordnete Insolvenz: Den Erlass eines Teils der Schulden oder Streckung der Tilgung sowie Senkung der Zinsen oder Aussetzung des Schuldendienstes für einige Jahre. Doch diese Lösung befinde sich in unerreichbarer Ferne, da sie mit Reform-Maßnahmen verbunden ist, für deren Umsetzung derzeit kein griechischer Politiker bereit zu sein scheint.
Den für eine geordnete Insolvenz notwendigen Reformwillen habe der noch amtierende griechische Ministerpräsident Samaras trotz Troika nicht gezeigt, kritisiert Paraskewopoulos. Noch schlechter fällt sein Urteil über den linken Oppositionspolitiker Alexis Tsipras aus: „Herr Tsipras lehnt nicht nur die Troika, sondern auch jegliche notwendigen Reformen kategorisch ab.“
Was „blüht“ den Europäern?
Was aber würde auf die Europäer zukommen, wenn Griechenland aus der Eurozone ausscheidet? Aus Sicht von Paraskewopoulos jedenfalls kein Schreckensszenario. Vielmehr rechnet er in diesem Fall mit mehr Stabilität in der Eurozone.
Lesen Sie den vollständigen Gastbeitrag von Spiridon Paraskewopoulos in englischer Sprache hier:
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Datum: 23.01.2015 - 10:50 Uhr
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