MEINHARDT: Kampf gegen Analphabetentum: Keiner darf zurückgelassen werden
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MEINHARDT: Kampf gegen Analphabetentum: Keiner darf zurückgelassen werden
Analphabetismus ist der Gordische Knoten unserer modernen Wissens- und Informationsgesellschaft. Lesen und Schreiben zu können ist für die Teilhabe am beruflichen, politischen und privaten Leben in unserer Gemeinschaft unverzichtbar. Es ist deshalb für uns Liberale absolut inakzeptabel, dass rund vier Millionen Deutsche Probleme beim Lesen und Schreiben haben und dadurch stigmatisiert werden. Die Zahl zeigt, dass es sich nicht um ein Randphänomen handelt: Jeder 20. Bundesbürger gerät dadurch in Gefahr an den gesellschaftlichen Rand gedrückt zu werden. Oft ziehen sich diese Menschen aus dem gesellschaftlichen oder beruflichen Leben weitestgehend zurück, da sie negative Reaktionen der Mitbürger vermeiden wollen.
Das Bildungscredo der Liberalen lautet: "Keiner wird zurückgelassen." Engagierte Schritte der Bildungspolitik sind nötig, damit Bildung als Bürgerrecht und nicht als Luxus anerkannt wird. Für erwachsene Analphabeten müssen bundesweit ausreichend Weiterbildungskurse bereitgestellt werden. Jeder muss eine 2. oder 3. Chance erhalten. Gleichzeitig muss in einer Weiterbildungskampagne für diese Maßnahmen geworben werden, damit wir das Analphabetentum wirksam bekämpfen können und Analphabeten aus dem Schatten der Gesellschaft holen.
Klar ist jedoch auch, dass gerade in der frühkindlichen Bildung der eigentliche Ansatzpunkt ist. Je früher wir bei der Diagnose und der Förderung ansetzen, desto mehr Chancen für sinnvolle bildungspolitische Maßnahmen haben wir.
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Datum: 08.09.2009 - 03:34 Uhr
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