Zweite M+E Tarifverhandlung in Bayern: vbm unterbreitet Angebot / Renkhoff-Mücke: "Nur was geht, geht. Dennoch: deutliches Reallohnplus"
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Elektro-Industrie e. V. hat den Arbeitnehmervertretern in der zweiten
Tarifverhandlung der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie ein
Angebot unterbreitet. Dieses umfasst eine Entgelterhöhung um 2,2
Prozent ab 01. März 2015 bei einer Laufzeit von zwölf Monaten bis zum
31. Dezember 2015, einen neuen Tarifvertrag zur Altersteilzeit ab 01.
April 2015 und die Wiederinkraftsetzung des Tarifvertrags
Qualifizierung rückwirkend zum 01. Januar 2015. vbm
Verhandlungsführerin Angelique Renkhoff-Mücke bezeichnete das Angebot
angesichts des unsicheren konjunkturellen Umfelds und der
strukturellen Herausforderungen der M+E Industrie als vernünftig und
fair: "Wir wollen zu einem zügigen Abschluss der Verhandlungen
kommen. Deshalb haben wir heute ein passendes Angebot vorgelegt, mit
dem wir auf alle drei Forderungen der Arbeitnehmer eingehen. Statt
sich auf die Planung massiver Warnstreiks zu konzentrieren, muss sich
die IG Metall jetzt auf uns zubewegen. Die ablehnende Haltung der
Gewerkschaft ist nicht nachvollziehbar. Es geht um die Sicherung von
790.000 Beschäftigten im Freistaat."
Die vbm Verhandlungsführerin betonte, dass der Spielraum für
Lohnerhöhungen in diesem Jahr sehr begrenzt sei. "Nur was geht, geht.
Dennoch kommen die M+E Beschäftigten mit der jetzt angebotenen
Erhöhung 2015 auf 2,53 Prozent mehr Entgelt als im Vorjahr und
erhalten damit ein deutliches Reallohnplus." Auch bei der
Altersteilzeit und den Forderungen zur Weiterbildung kommt der vbm
der IG Metall entgegen. "Wir wollen das Instrument der Altersteilzeit
erhalten, müssen es aber demografiegerechter, bedarfsorientierter und
unbürokratischer gestalten. Der Anspruch auf Altersteilzeit muss sich
auf besonders Belastete konzentrieren und auf zwei Prozent der
Beschäftigten im Unternehmen beschränken. Dafür verzichten wir auf
die Gegenfinanzierung durch die Arbeitnehmer. Für individuelle
betriebliche Regelungen zur Altersteilzeit, die sich in der
Vergangenheit bewährt haben, muss Bestandsschutz gelten", erklärte
Renkhoff-Mücke.
Die von der IG Metall Bayern geforderte Bildungsteilzeit lehnt der
vbm nach wie vor ab. Renkhoff-Mücke bietet Gespräche darüber an, den
von Arbeitnehmerseite gekündigten bayerischen Tarifvertrag
Bildungsteilzeit fortzusetzen und weiterzuentwickeln sowie den
ebenfalls von der IG Metall Bayern gekündigten Tarifvertrag
Qualifizierung wieder in Kraft zu setzen. "Zudem bieten wir
gemeinschaftliche Bemühungen der Sozialpartner im Bereich der
Qualifizierung von An- und Ungelernten an", betonte Renkhoff-Mücke.
Die dritte Tarifverhandlung findet am 09. Februar in Aschaffenburg
statt.
Pressekontakt:
Kontakt: Antje Zientek, mobil: 0162 - 263 85 75,
E-Mail: antje.zientek@ibw-bayern.de, www.baymevbm.de
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Datum: 28.01.2015 - 16:53 Uhr
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