Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz erkennen
ID: 1166841
Berufsgenossenschaft Holz und Metall vermittelt Betriebsärzten in Bamberg sichere Handlungs- und Behandlungsmöglichkeiten

(PresseBox) - Bamberg (BGHM). Sind die Klimaanlagen am Arbeitsplatz keimfrei und liefern die Lüftungsanlagen genug Frischluft? Ein Thema, das unter anderem bei der Betriebsärztetagung der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) in Bamberg zur Sprache kommt. 300 Betriebsärzte informieren sich vom 29. bis 30. Januar 2015 über mögliche Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz und sichere Handlungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) und dem Verband der Deutschen Betriebs- und Werksärzte (VDBW) bietet die BGHM den Betriebsärzten eine Mischung aus Information und Austausch. Experten widmen sich in Fachvorträgen medizinischen und rechtlichen Themen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz.
?Alles Leben kommt aus dem Wasser ? das gilt auch für Keime. In schlecht gewarteten Klimaanlagen kann sich Feuchtigkeit bilden und mit ihr Keime, Bakterien und Schimmelpilze?, erläutert Dipl.-Ing. Rolf Bußmann, Abteilung Gesundheitsschutz der BGHM. Er berät Unternehmen vor Ort und weiß, welche Bedeutung das richtige Raumklima hat. So kann das unterschiedliche Wärmeempfinden des Menschen in Verbindung mit zum Beispiel Luftfeuchte, starker Sonneneinstrahlung und Zugluft schnell zu Unstimmigkeiten unter Mitarbeitern am Arbeitsplatz führen. Deshalb ist es wichtig, dass die Beschäftigten in die Möglichkeiten ihrer Klimaanlage eingewiesen werden und sie so auch richtig bedienen können.
Auf Grund ihrer Bauweise arbeiten viele Klimaanlagen allein im Umluftbetrieb. Es wird also ohne das Öffnen von Fenstern oder Türen keine Frischluft in den Arbeitsraum geführt. Ohne diese Maßnahmen steigt in der immer stärker verbrauchten Umluft der CO²- Gehalt und kann Müdigkeit und Kopfschmerzen auslösen. Ein Lüftungsplan ist in diesem Fall die Lösung.
Betriebsärzte erste Ansprechpartner bei Hauterkrankungen
Ein weiteres Thema bei der Betriebsärztetagung sind beruflich verursachte Hauterkrankungen. Prof. Dr. Hans Drexler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin, weist darauf hin, dass der Betriebsarzt der erste Ansprechpartner bei Hauterkrankungen am Arbeitsplatz sein sollte ? sowohl für die Arbeitnehmer als auch für die Arbeitgeber. Zudem geht Prof. Drexler auf eine Hauterkrankung ein, die in die Liste der anerkannten Berufskrankheiten aufgenommen wurde: ?Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung?.
In Holz- und Metallbetrieben gehören Hauterkrankungen zu den häufigsten arbeitsplatzbedingten Krankheiten. Die BGHM reagiert darauf mit einem weit entwickelten Verfahren der Individualprävention, eine auf die betroffene Person und den Betrieb zugeschnittene Beratung. Dazu kann nach einer Gefährdungsbeurteilung die Reduzierung hautgefährdender Kontakte während der Tätigkeit am Arbeitsplatz, etwa durch die Veränderung von Arbeitsabläufen, gehören. Weitere wichtige Schritte sind Stoffsubstitutionen, technische Lösungen und die konsequente Anwendung von passendem Hand- und Hautschutz. Bei der Auswahl und Erprobung von besonders geeigneter Schutzausrüstung unterstützt die BGHM in einem mehrmonatigen Prozess.
Im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben ? Prävention, Rehabilitation und Entschädigung ? ist die BGHM zentralen Werten verpflichtet: der Sicherheit und Gesundheit ihrer Versicherten sowie der Existenzsicherung ihrer Mitgliedsunternehmen durch Haftungsablösung bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. In diesem Sinne übernimmt die BGHM als ein Träger der gesetzlichen Unfallversicherung bundesweit den Versicherungsschutz von über 4,5 Mio. Beschäftigten in den mehr als 213.000 Betrieben der Branchen Holz und Metall.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben ? Prävention, Rehabilitation und Entschädigung ? ist die BGHM zentralen Werten verpflichtet: der Sicherheit und Gesundheit ihrer Versicherten sowie der Existenzsicherung ihrer Mitgliedsunternehmen durch Haftungsablösung bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. In diesem Sinne übernimmt die BGHM als ein Träger der gesetzlichen Unfallversicherung bundesweit den Versicherungsschutz von über 4,5 Mio. Beschäftigten in den mehr als 213.000 Betrieben der Branchen Holz und Metall.
Datum: 30.01.2015 - 10:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1166841
Anzahl Zeichen: 3931
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Medizintechnik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 453 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz erkennen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Berufsgenossenschaft Holz und Metall (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Gefährdungen erkennen und vermeiden ? darum geht es in zwölf Schulungsvideos, die die gewerblichen Auszubildenden von Kirchhoff Automotive in Attendorn gemeinsam mit ihrem Ausbildungsleiter Michael Isphording erarbeitet haben. Für diesen vorbildlichen Einsatz in Sachen Arbeitsschutz erhält das U
Die Welt des Arbeitsschutzes zu Gast auf dem?Betze? ...
Kaiserslautern (BGHM) Haben Sie schon von robotergesteuerten Bewegungshilfen für Querschnittsgelähmte gehört? Oder wussten Sie, dass für Berufsgenossenschaften der ?Kollege Roboter? ein topaktuelles Thema für die Präventionsarbeit von heute und morgen ist? Der vom DGUV-Landesverband Mitte orga
Lärm könnte ?von gestern? sein ...
Mit Lärm am Arbeitsplatz ist nicht zu spaßen und wer sich über längere Zeit hinweg zu viel Lärm ungeschützt aussetzt, erleidet früher oder später eine Lärmschwerhörigkeit. Mit 6.850 anerkannten Fällen im Jahr 2016 (Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung) ist sie die häuf
Weitere Mitteilungen von Berufsgenossenschaft Holz und Metall
Drahtlose Fußschalter für die Medizintechnik ...
Mit dem Bluetooth Low Energy Standard erreichen die neuen drahtlosen Einfach- und Mehrfach-Fußschalter von Herga (Vertrieb: Variohm Eurosensor Ltd., Heidelberg) sicher die notwendige Zuverlässigkeit im medizinischen Alltagsbetrieb. Das Bluetooth Smart Netzwerk gilt mit seinem um 80 % reduzierten
Die drei Dimensionen flexiblen Personaleinsatzes? zeitgemäße Varianten für die Klinik-IT ...
Die schwierige Personalsituation ist für viele Kliniken grundsätzlich eine große Herausforderung. Dies gilt für alle Bereiche - sowohl für die klinischen Abteilungen, die organisatorischen Einheiten als auch die Berufsgruppen rund um den zukunftsträchtigen IT-Sektor. Für die IT-Abteilungen g
e-Health Gesetz: Zugang zum Interoperabilitätsverzeichnis umgestalten ...
Für den Branchenverband der IT-Wirtschaft der Hauptstadtregion, SIBB e.V., ist der Referentenentwurf für ein ?Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen?(eHealth-Gesetz) ein klares und absolutes Bekenntnis zur Telematik Infrastruktur (TI) und wird seitens des V
pfm medical spendet Hilfsgüter für die Ebola-Gebiete ...
Die pfm medical ag spendet Verbrauchsartikel für die medizinische Versorgung. Das Kölner Medizintechnikunternehmen folgte dem deutschlandweiten Spendenaufruf, der über den BVMed an seine Mitgliedsfirmen gegangen ist. Initiiert ist die Hilfeaktion vom Kieler CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Stri




