Weinberg: Frauenquote wird ein Türöffner sein
ID: 1167046
Am heutigen Freitag hat der Deutsche Bundestag den Entwurf eines
Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an
Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst
beraten. Dazu erklärt der frauenpolitische Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg:
"Nachdem die freiwilligen Vereinbarungen zu mehr Frauen in
Führungspositionen in der Privatwirtschaft über vierzehn Jahre keinen
Effekt zeigten, erzielen wir mit dem vorliegenden Gesetzentwurf jetzt
ein Mehr an Verbindlichkeit. So setzen wir mit der festen Quote bei
börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen eine
feste Marke. Wir wollen die verbindlichen Zielvorgaben und Quoten,
damit sie sich in 20 Jahren überflüssig gemacht haben. Dennoch
belässt der Gesetzentwurf zu mehr Frauen in Führungspositionen der
Privatwirtschaft ausreichende Flexibilität für deren Umsetzung.
Was wir der Wirtschaft abverlangen, muss der Staat aber auch
selbst erfüllen. Daher ist es der Union sehr wichtig, dass die
Bundesverwaltung als Vorbild bei der Förderung von Frauen in
Führungspositionen vorangeht. Es müssen effektive Maßnahmen
vereinbart werden, die die Anzahl von Frauen auf allen Leitungsebenen
deutlich erhöhen.
Wenn Frauen benachteiligt werden, ist eine Frauenförderung
verfassungsrechtlich gerechtfertigt. Gleiches gilt für Männer, wenn
sie auf Leitungsebene unterrepräsentiert sind. Der Entwurf zum
Bundesgleichstellungsgesetz sieht für die Bundesverwaltung aber nicht
nur das Ziel einer Parität auf Leitungsebenen vor, sondern auf allen
Ebenen. Kurz gesagt: Dieser Gesetzentwurf will die Bundesverwaltung
dazu bringen, mehr Männer in untere Gehaltsgruppen einzustellen, das
heißt mehr männliche Sekretäre und Reinigungskräfte. Das macht wenig
Sinn. Das Ziel von Artikel 3 Absatz 2 Grundgesetzes ist das
Ermöglichen von Chancengerechtigkeit und nicht die Durchsetzung von
Parität - unabhängig davon, ob überhaupt Nachteile für ein Geschlecht
bestehen. Der Gesetzentwurf geht daher in diesem Punkt am Ziel
vorbei. Die Bemühungen um mehr Männer in unteren Gehaltsgruppen
binden unnötigerweise Verwaltungsressourcen und kosten damit
Steuergelder. Daher hoffen wir, unseren Koalitionspartner davon zu
überzeugen, hier nachzubessern.
Hintergrund:
Laut Kienbaum-Studie von Oktober 2014 sind Frauen in relevanten
Führungsebenen in den Bundesministerien größtenteils schlecht
vertreten: Auf der zur politischen Leitung gehörenden Ebene der
beamteten Staatssekretäre liegt der Anteil der Frauen mit 20,7
Prozent deutlich unter dem Durchschnitt. Bei den Abteilungsleitungen
sind nur 23,6 Prozent und den Unterabteilungsleitungen nur 21,8
Prozent Frauen vertreten. Zum Vergleich: In der neuen EU-Kommission
sind 32 Prozent der Kommissare weiblich.
Pressekontakt:
CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: pressestelle@cducsu.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 30.01.2015 - 15:18 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1167046
Anzahl Zeichen: 3390
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 289 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weinberg: Frauenquote wird ein Türöffner sein"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
CDU/CSU - Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Bundesbeteiligung an der kommunalen Altschuldenlösung ist wichtiger Baustein Der Deutsche Bundestag berät heute in erster Lesung das Gesetz zur Entlastung von Ländern und Kommunen, mit dem der Bund sich an der Lösung der kommunalen Altschuldenproblematik beteiligt. Dazu erklärt der Vorsitzend
Mack: Bund erleichtert kommunale Investitionsmöglichkeiten ...
Starkes Signal an struktur- und finanzschwache Kommunen Der Deutsche Bundestag verabschiedet am heutigen Donnerstag das Infrastruktur-Zukunftsgesetz und ändert damit auch die Förderbedingungen der Kommunen. Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitik der CDU/CSU-Bundest
Weisgerber/König: Gefahren aus dem Netz gehören in kein Kinderzimmer ...
Breiter Ansatz der unabhängigen Expertenkommission wird begrüßt Heute hat die unabhängige Regierungskommission die Empfehlungen für ein gutes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt veröffentlicht. Dazu erklärt die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfra
Weitere Mitteilungen von CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Lärmabhängige Start- und Landeentgelte - Deutsche Flughäfen lehnen eine "one size fits all"-Regelung ab ...
Der Luftverkehr ist bereits heute der am stärksten reglementierte Verkehrssektor in Deutschland. Darauf machte der Flughafenverband ADV am Freitag bei einer Pressekonferenz in Berlin aufmerksam. Die Flughäfen sehen bundeseinheitliche Vorgaben bei lärmabhängigen Start- und Landeentgelten, wie
Islamismus und Salafismus: Wie begegnen wir den Gefahren? ...
Welche Gefahren gehen von radikalen Islamisten und Salafisten aus und wie kann Deutschland seine Bürgerinnen und Bürger schützen? Dazu diskutieren Marian Wendt, Mitglied des Innenausschusses und hier Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für den politischen Extremismus, und MdB Klaus-D
LVZ: Grünen-Bundestagsabgeordneter Mutlu stellt nach Morddrohung und Ehrverletzung Strafantrag und Strafanzeige gegen Twitter-User ...
Der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Özcan Mutlu, hat, wie er der "Leipziger Volkszeitung" (Sonnabend-Ausgabe) sagte, bei der Bundestagspolizei Strafantrag und Strafanzeige wegen Bedrohung, Ehrverletzung und wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung gestellt. Die Aufforderung zur Strafv
Erfolgreich seit 20 Jahren: Ciper & Coll, die Rechtsanwälte für Medizinrecht und Arzthaftungsrecht, bundesweit ...
Auf Augenhöhe mit regulierungsunwilliger Versicherungswirtschaft: Ciper & Coll., die Anwälte für Medizin- und Arzthaftungsrecht, feiern in diesem Jahr ihr zwanzigjähriges Bestehen. Die Anwälte um das Stamm-Team Dr. D.C.Ciper LLM, Daniel C. Mahr LLM, Marius B. Gilsbach, Irene Rist, Agnes




