NOZ: Interview Medien mit Hans-Jochen Wagner, Schauspieler
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Schauspieler wünscht sich Rolle als süddeutscher Ermittler, will
sich aber nicht aufdrängen - Im neuen Jahr noch rauchfrei
Osnabrück.- Schauspieler Hans-Jochen Wagner ("Kommissarin Heller",
"Männer") wünscht sich eine Rolle als "Tatort"-Kommissar: "Ich würde
das natürlich nicht ablehnen und wäre überhaupt nicht abgeneigt,"
sagte der 46-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag).
"Einen süddeutschen Kommissar würde ich sehr gerne spielen, mir fehlt
beim ,Tatort' manchmal das Schwäbische", fügte der gebürtige Tübinger
hinzu. Allerdings gehe es ihm nicht darum, "unbedingt irgendein
,Tatort'-Kommissar zu werden und den Promi-Faktor zu steigern,
sondern eine Arbeit zu machen, die ich interessant finde". Obwohl
durch das bevorstehende Ende des Bodensee-"Tatorts" bald eine Stelle
als SWR-Ermittler frei wird, will sich Wagner aber nicht bewerben:
"In der Regel ist es immer so, dass die Leute, die sich aufdrängen,
die Rolle dann nicht kriegen. Als Schauspieler kann man immer nur
Bereitschaft signalisieren und hoffen, dass mich jemand ins Gespräch
bringt. Wenn ich selbst die Casterin anrufe und mich bewerbe, kriegt
die einen Nervenzusammenbruch, weil ich vermutlich schon der
Fünfzigste bin." Sollte er die Rolle bekommen, müsste sich Wagner
wohl darauf einstellen, künftig häufiger auf der Straße erkannt zu
werden, was bislang eher die Ausnahme ist: "Mir passieren dafür
andere Dinge. Wenn mal wieder ein Film mit mir gelaufen ist, kommt es
vor, dass mich Leute ansprechen und sagen: Mensch, wir kennen uns
doch irgendwoher. Haben Sie nicht mal in Göttingen studiert? Oder:
Bist du nicht der Bruder von Horst? Wenn ich dann sage, vielleicht
kennen Sie mich ja aus dem Fernsehen, dann lachen die Leute und
sagen: Ja, ja, aus dem Fernsehen. Oder ich sage, dass ich
Schauspieler bin - dann werde ich gefragt, was ich denn so gespielt
habe, fange an, mich zu erklären, und stehe nach ein paar Minuten wie
ein Hochstapler da." Auch wenn es ihm schwer fällt, ist Wagner seit
knapp zwei Monaten Nichtraucher: "Ich habe mir meinen letzten guten
Vorsatz - nicht mehr zu rauchen - schon drei Wochen vor Silvester
gemacht. Es macht ja keinen Sinn, mir am Silvesterabend noch mal
richtig die Birne vollzurauchen und trinken und dann zu sagen: Morgen
höre ich auf. Das wäre total unrealistisch." Bislang habe er
durchgehalten, leicht falle es ihm aber immer noch nicht: "Ich habe
schrecklichen Entzug, es ist halt eine Droge. Und wie hart die Droge
ist, merkt man erst, wenn man sie nicht mehr nimmt."
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Datum: 31.01.2015 - 07:00 Uhr
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