Defizite in allen Bildungsbereichen
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Defizite in allen Bildungsbereichen
Mit der Bildungspolitik in Deutschland ist es wie mit einer schwierigen Schülerin. Sie lernt, aber sie lernt entschieden zu langsam. Während im Bereich der frühkindlichen Bildung wichtige gesetzliche Weichen zur Hälfte gestellt wurden, bleibt die Lernfähigkeit in Fragen der allgemeinen Schulbildung, der beruflichen Bildung, der Hochschulbildung wie der Weiterbildung weit hinter den Erfordernissen zurück.
Defizite gibt es in Deutschland in allen Bildungsbereichen. Vor allem die finanzielle Ausstattung des Bildungswesens ist unzureichend und manchem Finanzpolitiker scheint dies immer noch ein probates Kürzungsfeld, das auf Grund der Finanzkrise weiter geschröpft werden muss. Das aber ist der falsche Weg. Zwar wurden beim Konjunkturpaket II auch Mittel für den Bildungsbereich bereit gestellt, aber der laufende Betrieb, die Ausstattung mit Personal und die inhaltliche Neujustierung pädagogischer Arbeit bleiben auf allen Bildungsebenen Stiefkinder.
Das hat auch mit ideologischer Engstirnigkeit zu tun, weil die Tatsache, dass Bildungsbenachteiligungen mit dem Übergang in die Schule nicht aufhören, sondern durch das gegliederte Schulsystem weiter zugespitzt werden, ständig ignoriert wird. Eine Gemeinschaftsschule könnte das ändern, aber da schalten die konservativen Parteien weiter auf stur.
Zu geringe finanzielle Mittel sind auch der Hauptgrund dafür, dass die Personalsituation sich in allen Bildungsbereichen dramatisch verschlechtert. Allein für die frühkindliche Bildung werden mehr als 80 000 zusätzliche Fachkräfte benötigt, die nicht über die von der Bundesregierung propagierten "Schnellbesohlungskurse" geschaffen werden können. Man kann sich drehen und wenden wie man will, es muss mehr Geld in die Bildung und es braucht effizientere Strukturen, die das gegliederte System nicht bietet.
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Datum: 09.09.2009 - 01:18 Uhr
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