"Digitale Energiewende voranbringen"
ID: 1171472
bne zu BMWi-Eckpunkten intelligente Netze

(PresseBox) - Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) begrüßt die Veröffentlichung der Eckpunkte für das Verordnungspaket intelligente Netze. "Die Energiewende wird ohne digitales Messwesen, mit dem sich Erzeugung und Verbrauch besser aufeinander abstimmen lassen, nicht gelingen", betont bne-Geschäftsführer Robert Busch. Die Eckpunkte bilden dafür den notwendigen Rechtsrahmen, den die Unternehmen der neuen Energiewirtschaft schon lange gefordert haben.
Wichtig ist aus bne-Sicht, dass das BMWi nun den Nutzen intelligenter Messsysteme für die Verbraucher hervorhebt: für die Analyse des eigenen Stromverbrauches, die Vernetzung von Hausgeräten oder aber durch die Möglichkeit von günstigen variable Tarifmodelle zu profitieren. "Die Vorteile von Smart Metern kamen in der Diskussion um den Rollout in den vergangen Monaten zu kurz", betont Busch. Der bne hält es dabei für folgerichtig, bei der Einbaupflicht zunächst bei großen Verbräuchen anzusetzen, bei denen sich etwa eine Flexibilisierung lohnt. "Niemand wird zwangsbeglückt. Der Markt kann sich sukzessive entwickeln und die Preise für die Geräte sinken kontinuierlich", so bne-Geschäftsführer. Ob in den Folgejahren eine gesetzliche Einbauverpflichtung für Haushalte mit einem Verbrauch ab 6.0000 Kilowattstunden für die Flexibilisierung überhaupt notwendig ist, wird der Markt zeigen.
Flexibilisierung voranbringen
Mit entsprechenden Kommunikationsschnittstellen können Verbraucher dann auf die Situation im Netz reagieren und etwa Lasten verschieben. "Intelligente Messsysteme haben eine Schlüsselfunktion für die Flexibilisierung des Stromsystem", betont Busch. "Um die wechselhafte Erzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen, müssen künftig Lastmanagement, Speicher, moderne Kraftwerke sowie der Stromhandel digital verbunden werden." Wie sich dies effizient und wettbewerblich organisieren lässt, hat der bne mit seinem Konzept für einen Flexmarkt dargelegt. "Unser Konzept setzt auf die intelligente Vernetzung von dezentral verfügbaren Flexibilitäten. Die nun vorgelegten Eckpunkte für die Messinfrastruktur sind dafür eine zentrale Voraussetzung", so Busch.
Zur Akzeptanz beitragen wird zudem die Aufklärungspflicht der Netzbetreiber. "Was viele Verbraucher nicht wissen: Wer nicht zufrieden ist, kann zu einem unabhängigen Messstellenbetreiber wechseln. Dafür soll ihm ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt werden", betont Busch.
Den Strompreis nicht mit einer zusätzlichen Umlage für den Smart Meter Rollout zu belasten, ist aus Sicht des bne der einzig richtige Weg. Insbesondere die nun angekündigte Abschaffung des von den Verteilnetzbetreibern völlig willkürlich erhobenen Abrechnungsentgeltes, welches der bne schon lange gefordert hat, ist zu begrüßen. "Damit werden Stromkunden um mehr als 500 Millionen Euro pro Jahr entlastet. Den Verteilnetzbetreibern wird zudem ein beliebtes Mittel genommen, Wettbewerb um den Messstellenbetrieb zu verhindern", betont Busch.
Verteilnetze effizient aufstellen
Um die Chancen der digitalen Energiewende zu nutzen, muss nun auch die Netzinfrastruktur effizient aufgestellt werden. "Mit den derzeit über 900 Verteilnetzbetreibern beim Strom wird dies nicht gelingen. Viele dieser Unternehmen mit den wachsenden Anforderungen an IT- und Datenverarbeitung schon jetzt überfordert", so Busch. Sinnvoll ist es daher, die Verteilnetze zu regionalen Netzführungsclustern zusammenzufassen, die Aufgaben gemeinsame erledigen.
Der bne ist die schlagkräftige Interessenvertretung für die wettbewerbliche neue Energiewirtschaft. Im Unterschied zu Anbietern mit verbundenem Netz sind unsere Mitglieder frei von Monopolinteressen: Sie kämpfen für fairen Wettbewerb, Vielfalt und Fairness im Energiemarkt. 2014 haben bne-Mitgliedsunternehmen in Deutschland über sieben Millionen Kunden zuverlässig mit Strom, Gas oder energienahen Dienstleistungen beliefert.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Der bne ist die schlagkräftige Interessenvertretung für die wettbewerbliche neue Energiewirtschaft. Im Unterschied zu Anbietern mit verbundenem Netz sind unsere Mitglieder frei von Monopolinteressen: Sie kämpfen für fairen Wettbewerb, Vielfalt und Fairness im Energiemarkt. 2014 haben bne-Mitgliedsunternehmen in Deutschland über sieben Millionen Kunden zuverlässig mit Strom, Gas oder energienahen Dienstleistungen beliefert.
Datum: 10.02.2015 - 15:52 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1171472
Anzahl Zeichen: 4066
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 149 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
""Digitale Energiewende voranbringen""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Elektroautos kommen in Deutschland nicht richtig in Schwung ? dies liegt aus Sicht des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne) nicht nur am mangelnden Fahrzeugangebot. ?Anbieter von Dienstleistungen für Elektromobilität müssen sich durch ein Wirrwarr von Vorgaben kämpfen; das macht es schw
"Wettbewerb und Zusammenarbeit stärken" ...
Das heute von der EU-Kommission vorgestellte ?Clean Energy Package? ist eine gute Grundlage für die Weiterentwicklung des europäischen Energiebinnenmarktes. ?Die Zielrichtung eines wettbewerblichen und vernetzten europäischen Energiemarktes teilen wir voll und ganz?, sagt Robert Busch, Geschäft
bne-Seminar: Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende am 1.Dezember 2016 in Berlin ...
Vor wenigen Wochen trat das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) in Kraft. Für die Marktteilnehmer sind damit viele Änderungen verbunden. Wann greift welche Einbauverpflichtung? Welche Anforderungen gibt es in Punkto Marktkommunikation und Datensicherheit? Wa
Weitere Mitteilungen von Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V.
SorTech auf der ISH – Neuheiten im Rampenlicht ...
Auf der ISH 2015 präsentiert SorTech der Öffentlichkeit erstmals sein neues und einzigartiges Zeolith-Adsorptionsaggregat ‘eZea‘ für Kühlanwendungen bis zu 12 kW mit zusätzlich integriertem Power Modus für Antriebstemperaturen ab 75 °C. Der entscheidende Fortschritt und das Herzstück der
SMA erweitert erfolgreiche Zentral-Wechselrichter Familie mit neuem 1-Megawatt Gerät ...
Mit dem neuen Zentral-Wechselrichter Sunny Central 1000CP XT erweitert die SMA Solar Technology AG (SMA) ihr weltweit erfolgreiches Portfolio im Bereich Zentral-Wechselrichter im oberen Leistungsspektrum. Insbesondere Photovoltaik-Projekte, für die in Ausschreibungen 1-Megawattblöcke gefordert we
RWE präsentiert innovatives Produktportfolio auf der E-world energy& water 2015 / Energiedienstleistungen mit dem Schwerpunkt Effizienz werden von den Kunden zunehmend nachgefragt (FOTO) ...
Die Vertriebsunternehmen für Energie stehen vor tiefgreifenden Umwälzungen, sowohl als Folge der Energiewende, aber auch durch einen weiter zunehmenden Wettbewerbsdruck. Die Kunden fragen zugleich verstärkt Dienstleistungen als Ergänzung zu den Energielieferungen nach. Dabei spielt die Fr
Der Energiemarkt verändert sich. Mut zu neuen Partnerschaften ...
Technologische Entwicklungen, politische Grundsatzentscheidungen und daraus resultierende Markt- und Preisentwicklungen beeinflussen und verändern mit hoher Geschwindigkeit den Energiemarkt in nahezu all seinen Bereichen. Das zwingt auch Stadtwerke, ihre bestehenden Geschäftsmodelle kriti




