Die Menschen in Gorleben wurden bewusst getäuscht
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Die Menschen in Gorleben wurden bewusst getäuscht
"Die Debatte um einen Endlagerstandort für hochradioaktiven Atommüll ist verlogen. Vertuschung und Faktenfälschung ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Atomenergie in Deutschland. Das Scheitern der Endlagerpläne für den Salzstock Gorleben war deshalb vorhersehbar", sagt Hans-Kurt Hill. Der energiepolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE fordert deshalb: "Es muss schnellstens ein ergebnisoffenes und für die Bevölkerung nachvollziehbares Suchverfahren eingeleitet werden. Voraussetzung dafür ist ein unverzüglicher Ausstieg aus der Atomenergie, um eine weitere Anhäufung von Strahlenmüll zu stoppen." Hill:
"In der Endlager-Frage hat der Bundesumweltminister den von ihm beklagten Glaubwürdigkeitsverlust der Politik selbst zu verantworten: Vier Jahre hatte er als zuständiger Minister Zeit, einen Standort für Brennelemente aus den maroden Atommeilern zu suchen. Stattdessen wurden Fakten unterschlagen: Deutschland beteiligt sich in Frankreich an der Endlagerforschung in Tongesteinen. Die Erkenntnisse werden aber den Menschen hierzulande vorenthalten. Denn ein bundesweites Suchverfahren würde dann auch die CSU- bzw. CDU-Länder Bayern und Baden-Württemberg einbeziehen müssen, wo es große Tonsteinvorkommen gibt. Diese sind offenbar besser geeignet als Salzstöcke. Frankreich und die Schweiz bereiten Brennelementelager in solchen Tonschichten vor. In Deutschland werden all diese Fakten unterschlagen - auf Kosten der Menschen in Gorleben."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
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Datum: 10.09.2009 - 20:19 Uhr
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