Rheinische Post: Antisemitismus kontern

Rheinische Post: Antisemitismus kontern

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(ots) - Übergriffe gegen Juden gehören in Deutschland
zum Alltag: Sie finden auf der Straße, auf dem Schulhof, in
Bahnhöfen, auf Fußballplätzen und in den sozialen Medien statt. Was
gehen uns die Juden an, vor allem wenn man sieht, was sie in Israel
so treiben? So lautet der Gedankengang vieler. Doch genau das ist
falsch. Der Judenhass in ganz Europa ist heute vor allem ein
muslimisch-arabischer - von ihm geht anscheinend die größte Gefahr
aus. Das passive Verhalten der Mehrheitsgesellschaft nährt ihn. Juden
sind Seismographen einer Gesellschaft. Wenn sie sich gezwungen sehen,
einen Teil ihrer Identität zu verstecken, müssen die Alarmglocken
schrillen - vor allem bei Nicht-Juden! Staat und Zivilgesellschaft
dürfen es nicht dulden, dass No-go-Areas entstehen für Menschen mit
Kippa. Oder mit Kopftuch. Oder mit nichtweißer Hautfarbe. Die Justiz
muss mit klaren Urteilen gegen gewaltsame Attacken vorgehen. Denn es
ist fatal zu glauben, dass wir den latenten Antisemitismus in manchen
Milieus einfach loswerden können wie ein Paket, das man
zurückschickt.



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Datum: 26.02.2015 - 19:25 Uhr
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