Rheinische Post: Athen istüberfordert
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Griechenland aus der Krise zu führen, offenkundig völlig überfordert.
Das machen nicht nur die wilden Interviews von Finanzminister
Varoufakis deutlich, die seinem Land mehr schaden als nützen. Auch
die Briefe, mit denen er die Eurogruppe zu raschen neuen
Kreditauszahlungen überreden möchte, zeugen mehr von seinem
ausgezeichneten, lyrischen Englisch als von praktischer Erfahrung.
Umso dringlicher ist es, dass die griechische Regierung wieder mit
der ungeliebten Troika kooperiert - und zwar sofort. Die Vertreter
der EU-Kommission, der EZB und des IWF meinen es nicht böse mit
Griechenland, das müssen Tsipras und Co. erkennen. Nur mit dem
Fachwissen dieser Institutionen kann es gelingen, den Reformprozess
fortzusetzen und Griechenland auf einen Wachstumspfad
zurückzubringen. Tsipras hat seinen Wählern anderes versprochen, das
ist wahr. Trotzdem muss sich die Reihenfolge seiner Schritte ändern:
Erst muss er Reformen einleiten, dann kann er im zweiten Schritt auch
mehr zur Armutsbekämpfung tun, nicht umgekehrt.
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Datum: 09.03.2015 - 19:37 Uhr
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