Außenminister Steinmeier im stern: Griechische Reparationsforderungen "politisch gefährlich"
ID: 1187744
hat die von der griechischen Regierung erhobenen
Reparationsforderungen an Deutschland scharf zurückgewiesen. "Ich
halte es für politisch gefährlich, das Thema gerade jetzt
hochzuziehen", sagt Steinmeier in einem Interview mit dem Magazin
stern. Die Frage von Reparationen sei rechtlich und politisch
abgeschlossen. Steinmeier stelle sich damit auch gegen Überlegungen
des SPD-Vize Ralf Stegner, der sich dafür ausspricht, eine
"Entschädigungs-Diskussion" über die Verbrechen der deutschen
Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs in Griechenland zu führen.
Im stern sagt Steinmeier: "Es bringt doch nichts, gerade jetzt
einen bilateralen Konflikt zwischen Athen und Berlin vom Zaun zu
brechen." Er wolle, dass Griechenland in der Eurozone bleibe. Wer
behaupte, ein Ausstieg Griechenlands sei verkraftbar, der vergesse,
wie das in der Welt wahrgenommen würde. "Das wirkt hilflos", sagt
Steinmeier.
Zur Ukraine sagt Steinmeier dem stern, dass der Hilfsbedarf des
Landes "die Dimension eines Marshallplans" umfassen werde. "Der
Finanzbedarf der Ukraine wird auch uns Europäer auf Jahre belasten".
Es gehe aber nicht nur um Geld, sondern um eine Veränderung der
Strukturen. "Ob die ukrainische Gesellschaft nach über 5800 Toten
wieder zueinanderfinden kann, ist eine offene Frage."
Steinmeier räumt im stern-Gespräch ein, dass es manchmal
enttäuschend sei, nach nächtlichen Verhandlungen nicht zu einem
Ergebnis zu kommen. "Es gibt diese Situationen: Man hat viel Arbeit
in eine wichtige Sache gesteckt, schwierige Partner in
Einzelgesprächen massiert - und dann macht es plopp. Und alles
scheint vergebens." Für Gelassenheit sei dann kein Platz. "Dann
werden Verhandlungen unangenehm, manchmal laut!"
Steinmeier weist im Interview Spekulationen zurück, er könne in
zwei Jahren Joachim Gauck als Bundespräsident nachfolgen. "Wir haben
einen hervorragenden Bundespräsidenten, und ich wünsche mir, dass er
unser Land für eine weitere Amtszeit vertritt". Zu möglichen eigenen
Ambitionen sagt er: "Ich habe noch nicht einmal darüber nachgedacht.
Auch das kommt mit einer gewissen politischen Erfahrung. Man springt
nicht mehr über jedes Stöckchen, das einem hingehalten wird."
Diese Vorabmeldung ist nur mit der Quellenangabe stern zur
Veröffentlichung frei.
Diese Meldung finden Sie auch unter:
http://www.stern.de/2180720.html
Pressekontakt:
stern-Redakteur Werner Mathes, mathes.werner@stern.de,
Telefon 030 - 20224 239.
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.03.2015 - 10:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1187744
Anzahl Zeichen: 2869
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hamburg
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 182 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Außenminister Steinmeier im stern: Griechische Reparationsforderungen "politisch gefährlich""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Gruner+Jahr, stern (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Robert Habeck im stern: "Ein Jahr, in dem Deutschland aufgewacht ist" Für Wirtschaftsminister Robert Habeck war 2022 "ein Jahr, in dem Deutschland aufgewacht ist" - "aus einem Zustand, in dem manche noch immer damit geliebäugelt haben, den Status quo zu bewahren, hin z
stern-Recherchen zeigen: Illegale Querdenker-Schulen machen sich in Deutschland breit ...
Querdenker und Rechtsradikale betreiben in Deutschland eigene Schulen - über das ganze Bundesgebiet verteilt gibt es mehrere Dutzend. Das zeigt eine stern-Recherche, bei der Kollegen in die Szene einstiegen. Organisiert werden diese "schulähnlichen Einrichtungen" von Eltern, die das
"Global Dream": Disney kauft größtes Kreuzfahrtschiff der Welt zum Discountpreis ...
Der Disney-Konzern hat das in Wismar gebaute Kreuzfahrtschiff "Global Dream" zum Discount-Preis bekommen. Nach Informationen von Capital und Stern aus Finanzkreisen übernimmt Disney das zu drei Vierteln fertiggebaute Riesenschiff (das auch unter dem Namen "Global One" bekannt
Weitere Mitteilungen von Gruner+Jahr, stern
WAZ: Griechen verdienen Entschädigung - Kommentar von Walter Bau zu den Athener Forderungen ...
Ist die Frage, ob Deutschland den Griechen eine finanzielle Entschädigung für Verbrechen während der NS-Zeit zahlen soll, inhaltlich verknüpft mit der aktuellen Schuldendebatte in dem Krisenland? Nein. Trotzdem könnte gerade in der Frage der Wiedergutmachung eine große Chance liegen, das d
neues deutschland: EZB und die Proteste von Blockupy: Draghis Drohung ...
Der Präsident der Europäischen Zentralbank ist kein Mann, den man sich in der Rolle eines Notenbankers wünscht. Von Unabhängigkeit kann bei einem Ex-Investmentmanager und Mitglied eines exklusiven Lobbyvereins der Finanzindustrie nicht die Rede sein. Außerdem lässt Draghi gern politisch sein
Petry: "SPD und Grüne gehen den Populisten auf den Leim" ...
Zu den aktuellen Forderungen der griechischen Regierung erklärt die Sprecherin der Alternative für Deustchland, Frauke Petry: "Die Forderungen der griechischen Regierung nach Reparationen sind sowohl vom juristischen, als auch vom moralischen Standpunkt abwegig. Von 1945 bis in die
London als Steueroase für griechische Millionäre / Bundesregierung kritisiert britische Steuerschlupflöcher / "Report Mainz", 17. März 2015, um 21.45 Uhr im Ersten ...
Reiche Griechen nutzen häufig ein Steuerschlupfloch in Großbritannien, um sich der Besteuerung in Griechenland zu entziehen. Das geht aus Recherchen des ARD-Politikmagazins "Report Mainz" hervor. Insbesondere London zieht offensichtlich griechische Multi-Millionäre an. Das Bundesfin




