Kinder gegen Kinderarbeit: Frühjahrsputz mit den Action!Kidz der Kindernothilfe
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überall in Deutschland das Großreinemachen an. Auch die Putzengel der
Kindernothilfe sind mit Besen, Eimern und Rechen unterwegs. Ihr
Einsatz als "Action!Kidz" lohnt sich gleich mehrfach: Sie sorgen für
saubere Fenster, Gärten oder Autos, engagieren sich ehrenamtlich und
sammeln Spenden für arbeitende Kinder in Peru: Mit kleinen Arbeiten
setzen sich Mädchen und Jungen ein für Gleichaltrige, die in
Ziegeleien schuften müssen. Pünktlich zum Frühlingsbeginn am 20. März
sind auch die "Action!Kidz" der Kindernothilfe im Einsatz. Nach einem
langen und verregneten Winter sagen sie dreckigen Scheiben, staubigen
Autos und verwilderten Gärten den Kampf an. Die gründliche Reinigung
können Autobesitzer, Gartenfreunde und Unternehmer den engagierten
Kindern und Jugendlichen gegen eine kleine Spende überlassen. Die
jungen Fachleute arbeiten mit Feuereifer und haben eine wichtige
Mission: Mit dem Erlös helfen sie arbeitenden Kindern in den
Ziegeleien im Norden Perus.
Die schlimmsten Arten von Kinderarbeit bekämpfen und die Bildung
von Betroffenen fördern sind die Ziele der Kindernothilfe-Kampagne
"Action!Kidz - Kinder gegen Kinderarbeit". Seit 2007 veranstaltet die
Kindernothilfe den bundesweiten Wettbewerb, bei dem aus Kinder- und
Jugendgruppen eifrige "Action!Kidz"-Teams werden. Im Unterricht
diskutieren Schüler die Ursachen und Folgen von Kinderarbeit,
nachmittags handeln sie: Mit freiwilligen Arbeiten im Haus, Garten
oder bei Unternehmen sammeln sie Spenden. Schirmherrin Christina Rau,
die Musiker von Culcha Candela und die Schauspieler der "Fünf
Freunde" rufen zum Mitmachen auf.
Der Erlös der bundesweiten Aktionen unterstützt peruanische
Kinderarbeiter wie Girasol: Die Zehnjährige arbeitet in einer
Ziegelei und sichert mit ihrem Gehalt das Einkommen der Familie. Sie
und Hunderte anderer Kinder sollen in die Schule gehen oder einen
Beruf erlernen und damit eine bessere Zukunft erhalten. Zum
nachhaltigen Schutz klären die lokalen Partner der Kindernothilfe
Dorfbewohner und Politiker über die dramatischen Folgen von
Kinderarbeit auf und ermöglichen Eltern alternative
Einkommensmöglichkeiten.
Bis heute haben fast 40.000 Mädchen und Jungen als "Action!Kidz"
mehr als 550.000 Euro an Spenden für Projekte gegen ausbeuterische
Kinderarbeit in Indien, Bolivien, Haiti, Sambia, Äthiopien und
Indonesien gesammelt. Interessenten und Teilnehmer sind noch bis zum
31. Juli 2015 willkommen. Anschauliches Informations- und
Unterrichtsmaterial zu den vielfältigen Formen von Kinderarbeit gibt
es auf der zentralen Kampagnen-Website www.actionkidz.de.
Pressekontakt:
Anne Siegmund, "Action!Kidz"-Koordination Berlin,
Telefon 030.29 77 24 30
Christian Herrmanny, stellv. Pressesprecher Kindernothilfe,
Telefon 0203.77 89 242
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Datum: 18.03.2015 - 10:48 Uhr
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