NOZ: Gespräch mit Günter Gülker, Geschäftsführer der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK)
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Pkw-Maut
Auslandshandelskammer rechnet mit Schäden für grenznahen Tourismus
und Einzelhandel
Osnabrück.- Die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) lehnt
eine Pkw-Maut für Ausländer ab und warnt vor wirtschaftlichen Schäden
für grenznahe deutschen Kommunen. In einem Gespräch mit der "Neuen
Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) bezeichnete DNHK-Geschäftsführer
Günter Gülker das Vorhaben der Großen Koalition als "hanebüchen".
Gülker sagte: "Mit einer Pkw-Maut baut Deutschland eine
psychologische Hürde auf, die niederländische Touristen von
Einkaufsbesuchen abhalten kann." In einer Reihe von Kommunen
deutscher Seite der Grenze spiele der Einkaufstourismus aus dem
Nachbarland eine wichtige Rolle. Vielen grenzüberschreitend tätigen
Unternehmen aus den Niederlanden entstehe zudem neuer bürokratischer
Aufwand. "Die Mautpläne sind ein Signal gegen ein geeintes Europa",
sagte der Interessenvertreter der deutsch-niederländischen
Wirtschaft. Gülker bezweifelte auch die fiskalische Tragfähigkeit des
Mautkonzepts: "Wir schaffen einen enormen bürokratischen Aufwand,
dessen Kosten den Nutzen zunichtemachen werden." Er hoffe, dass das
Vorhaben spätestens vor dem Europäischen Gerichtshof gestoppt werde,
sagte Gülker.
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Datum: 26.03.2015 - 05:00 Uhr
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