BITKOM begrüßt Strategie für Digitale Bildung
Große Koalition will Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien sowie IT-Kenntnisse stärken / Chance für Durchbruch in der Bildungspolitik
Der Antrag der Koalitionsparteien greift zahlreiche Vorschläge auf, die der BITKOM vor einem Jahr formuliert hat. Unter anderem sollen die fächerübergreifende Vermittlung von Medienkompetenz gestärkt, der Informatikunterricht ab der Grundschule gefördert sowie leistungsfähige Infrastrukturen für das digitale Lernen an Schulen ausgebaut werden.
Wichtig ist aus Sicht des BITKOM, dass die Lehrkräfte optimal auf die didaktischen Neuerungen, die mit einer Stärkung digitaler Bildung einhergehen, vorbereitet werden. Zudem muss klar sein, dass bei der Vermittlung von IT- und Medienbildung jeweils unterschiedliche Ansätze sinnvoll sind. Der BITKOM befürwortet die fächerübergreifende Vermittlung von Medienkompetenz, wie sie bereits in zahlreichen Ländern praktiziert wird. Für die Vermittlung von IT-Kompetenzen sind indes Fachlehrkräfte und ein eigenes Stundenkontingent erforderlich. "Voraussetzung für eine konsequente digitale Bildungspolitik ist zudem, dass die Schulen ausreichend mit zeitgemäßen Endgeräten wie Tablets ausgestattet werden", so Rohleder.
Der BITKOM setzt sich zudem für den Aufbau Intelligenter Bildungsnetze ein. Innerhalb dieser Netze könnten zum Beispiel die gemeinsame Nutzung von Lernressourcen sowie Fragen von Datenschutz und Datensicherheit effektiver angegangen werden als in einem fragmentierten System nach heutigem Muster.
Da die Bundesländer in Bildungsfragen eigenständig sind, muss der Bund einen Weg finden, um die flächendeckende Umsetzung der Strategie zu gewährleisten. Hierzu schlägt die Große Koalition einen Länderstaatsvertrag vor, der die Zustimmung der 16 Landesparlamente erfordert. "Ein solcher Staatsvertrag könnte die Grundlage für eine effektive Steuerung der bundesweiten Umsetzung sein", sagte Rohleder. Der BITKOM werde den Prozess auf Bundes- und Länderebene unterstützen.
BITKOM vertritt mehr als 2.200 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.400 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, über 250 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. 76 Prozent der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, 10 Prozent kommen aus Europa, 9 Prozent aus den USA und 5 Prozent aus anderen Regionen. BITKOM setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.
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BITKOM vertritt mehr als 2.200 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.400 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, über 250 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. 76 Prozent der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, 10 Prozent kommen aus Europa, 9 Prozent aus den USA und 5 Prozent aus anderen Regionen. BITKOM setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.
Datum: 26.03.2015 - 14:26 Uhr
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