Westfalenpost: Bürgerkrieg im Jemen

Westfalenpost: Bürgerkrieg im Jemen

ID: 1192715
(ots) -

Das Schicksal der Menschen im ärmsten Land der
arabischen Welt ist der Arabischen Liga weiter herzlich egal. Was die
Organisation aufgeschreckt und ihre Absichtserklärung zur gemeinsamen
militärischen Eingreiftruppe ausgelöst hat, ist das Vordringen des
Iran auf die arabische Halbinsel - über die Unterstützung der
schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen. Die Lage in dem 1990
vereinigten, doch weiter gespaltenen Land ist kompliziert. Es geht um
Stammeskonflikte und Ressourcen, um einen Strippen ziehenden
Ex-Präsidenten und ein wenig auch um Religion. Zugleich aber tobt im
Jemen, wie in Syrien und im Irak, wo es gleichfalls auch gewichtige
lokale Konfliktgründe gibt, der große Kampf zwischen dem Iran und
Saudi-Arabien um die Vormachtstellung in der Region. Die USA
unterstützen dabei die Saudis, Russland und China die Regierung in
Teheran.

Doch die Linien verwirren sich: Gegen den IS
stehen Teheran und Amerika gemeinsam. Und die Europäer sollten sich
fragen, ob der Wüstenstaat, der auf Öl und der Ausbeutung von
Gastarbeitern aufgebaut ist und genau den fundamentalistischen Islam
fördert, der für alle Terroranschläge im Westen verantwortlich ist,
wirklich der richtige Verbündete ist. Vielleicht gibt es, wenn erst
ein Atomabkommen getroffen ist, doch mehr Gemeinsamkeiten mit der
alten persischen Kultur. Soll man eingreifen in einen Konflikt, der
für den Nahen Osten sein könnte, was der Dreißigjährige Krieg für
Europa war? Kann man sich raushalten, wenn andere sich einmischen und
es um Öl geht? Das sind schwierige strategische Überlegungen, bei
denen die vom Bürgerkrieg betroffenen Menschen immer die geringste
Rolle spielen.





Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  WAZ:Ägypten zahlt den Preis. Kommentar von Martin Gehlen Global Business& Markets: Drehscheibe der Globalisierung
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.03.2015 - 19:09 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1192715
Anzahl Zeichen: 1961

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Außenhandel



Diese Pressemitteilung wurde bisher 331 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Bürgerkrieg im Jemen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Bundesliga-Manager wird BSW-Generalsekretär: "Merz hat keine Hausmacht mehr" / Oliver Ruhnert wechselt in die Politik und kommt wie der Kanzler aus dem Sauerland ...
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo

Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef

Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt


Weitere Mitteilungen von Westfalenpost


WAZ:Ägypten zahlt den Preis. Kommentar von Martin Gehlen ...
Vier Tage Luftangriffe - und schon dämmert den Kriegsparteien, dass blutige Zeiten vor ihnen liegen. Nicht nur für Saudi-Arabien, auch für Ägypten könnte der Jemen zur Stunde der Wahrheit werden. Denn ohne massive Bodentruppen werden die arabischen Alliierten ihre hochfahrenden Kriegsziele g

neues deutschland: Professor Bruce Ackerman, Yale University:»Ein neuer Sozialvertrag ist nötig« ...
Großen Reformbedarf nicht nur für die USA sieht Bruce Ackerman, Professor an der US-Eliteuniversität Yale. "Ein neuer Sozialvertrag ist nötig, nicht nur in den USA", erklärt er im Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Montagausgabe).

Neuer Präsident, alte Probleme? / Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nigeria ...
In Nigeria finden diesen Samstag Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Lange galt der amtierende Präsident Goodluck Jonathan als Favorit. Letzten Prognosen zufolge scheint der Konkurrent Muhammadu Buhari nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Krise mittlerweile ebenso gute Chancen auf ei

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Fahnenflucht-Anklage ...
Die Anklage gegen den in Afghanistan aus Taliban-Gefangenschaft ausgetauschten Feldwebel Bowe Bergdahl lässt einen leidenschaftlich geführten Streit wieder aufleben. War es richtig, dass Präsident Barack Obama mit Terroristen die Freilassung eines Mannes verhandeln ließ, dem die Army nun Fah


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z