Rheinische Post: Enttäuschte Lehrer
Kommentar Von Maximilian Plück
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Lehrer, davon 40.000 allein in NRW, waren hoch. Vor den Verhandlungen
hatten alle Gewerkschaften sich betont solidarisch auf ihre Seite
gestellt. Nach langwierigen Vorbereitungen sollte es endlich etwas
werden mit der Eingruppierung analog zu den beamteten Kollegen.
Entsprechend angriffslustig trat die GEW auf. Doch während der
Verhandlungen kam es zu einem immer stärkeren verbalen Abrüsten. Am
Ende sprach Verdi-Chef Bsirske allenfalls noch von einem "Einstieg in
das Thema". Der Grund: Es gab in dieser Runde zu viele Baustellen:
Übernahme der Azubis, Eindämmung befristeter Arbeitsverhältnisse, ein
Sockelbetrag für die unteren Einkommensgruppen sowie die Kämpfe um
die betriebliche Zusatzversorgung. Es ist unverantwortlich, erst mit
markigen Solidaritätsbekundungen die Erwartungen bei den Betroffenen
zu wecken, um sich dann mit Blick auf das eigene Wohl aus der
Verantwortung zu stehlen. Das ist höchst unzuverlässig. Der
Image-Schaden, den Verdi, aber auch die GEW erzeugt haben, ist
gewaltig.
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Datum: 29.03.2015 - 20:18 Uhr
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