Mit Smart Metering lässt sich Geld verdienen

Mit Smart Metering lässt sich Geld verdienen

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Velbert, 17. September 2009 – Intelligente Zählertechnik markiert eine der ein-schneidendsten Innovationen auf dem Messstellenmarkt der letzten Jahrzehnte. So groß die Vorteile der Smart Meter sind, so groß sind zugleich die Vorbehalte, die vor allem Stadtwerke und kleinere Energieversorger haben. Ihre Bedenken gelten weniger der Technik, sondern mehr dem finanziellen Aufwand, den sie erfordert. Rechnen sich die Investitionen tatsächlich? Eine neue Studie, die heu-te von der EVB Energie AG und DIEHL Energy Solutions vorgestellt wurde, gibt Antworten auf diese und weitere Fragen. „Smart Metering – Erfolgreich durch Prozesseffizienz und Produktinnovation“ zeigt, wie sich Smart Metering-Systeme durch effiziente Prozesse refinanzieren. Die Studie, die von der LBD-Beratungsgesellschaft erstellt wurde, rechnet einen Deckungsbeitrag in Höhe von rund 54 Euro pro Zähler und Jahr aus (bei durchschnittlichen jährlichen Kosten von 43 Euro pro Smart Meter). Und die Arbeit verrät, wo finanzielle Po-tenziale stecken: in Produktinnovationen und neuen Tarifmodellen.




(firmenpresse) - Keine Frage: eine ökologische, sichere und kostengünstige Stromversorgung wird in Zukunft nur möglich sein, wenn sich der Energiebedarf an das volatile Aufkommen der Erzeugung anpasst. Dafür kann Smart Metering durch seine Fähigkeiten zur Lastver-legung und Effizienzsteigerung ein Kernbaustein sein. Die EVB-Studie stellt indes ganz klar fest, dass Smart Metering keine Lösung ist, die nur die Technik betrifft. Es sei vor allem der Vertrieb, der Deckungsbeiträge generieren muss – und kann. Eine Kernaus-sage der Studie: Ohne die Entwicklung neuer Tarife und Produkte wird kein wirtschaft-licher Messstellenbetrieb mit digitalen Zählern möglich sein. Zukünftig habe nur das Energieversorgungs-Unternehmen (EVU) am Markt Chancen, das eine klare Ver-triebsstrategie hat und bei dem alle damit zusammenhängenden Prozesse automatisiert ablaufen. Die Wirtschaftlichkeit von Smart Metering stellt sich laut Studie dann zwangsläufig fast von selbst ein – und zwar durch eine gesteigerte Prozesseffizienz. Zugleich macht die Arbeit klar, dass mit den heute geläufigen Verbrauchsdarstellungen über Web-Portale oder den gesetzlich vorgegeben häufigeren Abrechnungen allein kein Geld verdient werden kann. Sie trügen nur in geringem Maße zum Deckungsbeitrag bei und würden vom Endkunden eher als Selbstverständlichkeit wahrgenommen.

Größtes Einsparpotenzial bei der Ablesung
Um die Einsparpotenziale zu ermitteln, die dank Smart Metering in effizienteren Pro-zessen lauern, hat die Studie von EVB und DIEHL Energy Solutions unter anderem die Daten der Bundesnetzagentur ausgewertet und auf Basis der durchschnittlichen Ist-Kosten die Höhe der Einsparungen abgeschätzt. Dabei zeigen sich deutliche Spannbreiten. So liegt zum Beispiel das größte Einsparpotenzial im Ablesungsprozess: Hier können pro Jahr und Zähler zwischen 1,20 Euro und 12 Euro eingespart werden. Im Forderungsmanagement, bei der Sperrung und Entsperrung sowie bei der Leerstandsüberwachung bieten sich mit Smart Metering Einsparmöglichkeiten, die bis zu 75 Prozent betragen. Die Forschungsarbeit belässt es dabei nicht bei der bloßen Nennung von Zahlen, sondern stellt auch Berechnungsmethoden vor, wie EVU in den wesentlichen Prozessen ihre Kosten und individuellen Einsparpotenziale ermitteln kön-nen.



Kundennutzen entscheidend für Produktinnovationen
Will ein EVU mit Smart Metering am Markt erfolgreich sein, so muss es gegenüber seinen Wettbewerbern ein Alleinstellungsmerkmal generieren. Bevor neue Produkte entwickelt werden, sollte das Unternehmen sich ausführlich mit seiner Kundenstruktur beschäftigen. Die Studie macht klar, dass für den Erfolg der echte Kundennutzen ent-scheidend ist. Zielgruppen für Smart Metering seien vor allem „jüngere Singles, Dop-pelverdiener ohne Kinder (DINKS = Double Income No Kids), Familien mit Kindern im modernen Mainstream, ältere Aufgeschlossene in der postfamiliären Phase und ökolo-gisch Sensibilisierte“. Die Studie stellt die Nutzenerwartungen dieser Kunden möglichen Tarif- und Produkteigenschaften gegenüber. Wie in einem Baukasten lassen sich dann systematisch aus den Eigenschaften Tarifmodelle und Produkte zusammenstellen, die genau auf bestimmte Kundensegmente und Nutzenerwartungen zugeschnitten sind.



Dynamische Tarife ermöglichen margenstarkes Geschäft
Neben zeit- und lastvariablen Tarifen (§ 40 Absatz 3 Energiewirtschaftsgesetz) kann ein EVU dank Smart Metering auch sogenannte dynamische Tarife entwickeln. Um allerdings mit dynamischen Tarifen Geld verdienen zu können, rät die Studie, „die Standardlastprofile (SLP) abzulösen“. Derzeit könne ein Beschaffungskostenvorteil von etwa 7 bis 14 Euro pro Jahr und Kunde erzielt werden. Mit größeren Schwankungen bei den Beschaffungspreisen und Home-Automation-Systemen, die stärkere Leis-tungsverschiebungen möglich machen, lassen sich künftig auch größere Margen erzie-len, prognostiziert die Studie.

Die Studie "Smart Metering – Erfolgreich sein durch Prozesseffizienz und Produktinno-vation" wurde von der Beratungsgesellschaft LBD, Berlin, im Auftrag der DIEHL Energy Solutions und EVB erstellt. Die detaillierten Studienergebnisse können bei der EVB über Sina Luckhardt (s.luckhardt@evb.net) zum Preis von 600 Euro bestellt werden.

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BU: Gegenüberstellung der durchschnittlichen Betriebskosten in Messstellenbetrieb und Messung mit Smart Metern mit durchschnittlich möglichen Deckungsbeiträgen bei einem Betrieb von rund 10.000 digitalen Zählern.
Quelle: Analyse LBD auf Basis öffentlich zugänglicher Angaben und Schätzungen, Stand: 07/2009


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BU: Kleine und mittlere Versorger sollten auch beim Thema Messstellenbetrieb auf Multi-Utility setzen – so können größere Prozesseffizienz-Vorteile generiert werden als mit einzelnen Sparten.
Quelle: Pressecompany
Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Über die EVB Energie AG:
EVB Energie AG ist einer der führenden Dienstleister für Energieversorger und bietet als privat geführtes Unternehmen Dienstleistungen im Bereich Abrechnungs- und Kundenmanagement an. Hier arbeitet das Unternehmen, mit mehr als 300 Mitarbeitern, für acht der zehn größten Ener-gieversorgungsunternehmen Deutschlands. Als Value Added Reseller von Echelon-Zählern vertreibt die EVB nicht nur ein weltweit am meisten eingesetztes Smart Metering-Produkt, sondern erweitert es auch um Funktionen und Dienstleistungen. Mit ihrer Smart Metering-Lösung METERUS®, ist die EVB einer der deutschen Marktführer für die Lieferung und Inbetriebnahme von Smart Metering-Systemen mit Kommunikation auf Power-Line-Basis.

Über die DIEHL Energy Solutions:
Der neu gegründete Unternehmensbereich DIEHL Energy Solutions bündelt Kompetenzen und Kapazitäten rund um Smart Metering, ist Teil der DIEHL Metering – ehemals HYDROMETER Gruppe – und gehört der Diehl Stiftung & Co. an. DIEHL Energy Solutions entwickelt Konzepte, um den zukünftigen Anforderungen des Marktes zu begegnen und bietet schlüsselfertige Lö-sungen aus einer Hand. Das Angebot beinhaltet Messgeräte für Wasser, thermische Energie, Gas und Strom, Auslesesysteme und Software sowie Dienstleistungen aus dem umfangreichen Sortiment der DIEHL Metering Gruppe.



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