Arzneimitteleinnahme an die Ostermahlzeiten anpassen
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kurz nach einer Mahlzeit eingenommen werden, damit sie optimal
wirken. Das gilt natürlich auch während der Osterfeiertage, in denen
oft später und häufiger gegessen wird als im Alltag. Deshalb sollten
gerade chronisch kranke Menschen ihre Einnahmezeiten entsprechend
anpassen: "Denken Sie zum Beispiel als Diabetiker daran, bestimmte
Tabletten nicht auf nüchternen Magen sondern wirklich erst zum
verspäteten Frühstück oder kurz danach zu nehmen", mahnt Dr. Jens
Peters, Arzneimittelexperte beim Bundesverband der Pharmazeutischen
Industrie (BPI). "So vermeiden Sie möglicherweise Nebenwirkungen und
Verdauungsprobleme. Andere Diabetesmittel werden hingegen vor dem
Essen eingenommen. Nüchtern eingenommen werden sollten auch bestimmte
Präparate gegen Schilddrüsenfunktionsstörungen, weil sie sich sonst
mit der Nahrung verbinden und nicht richtig vom Körper aufgenommen
werden können. Unter Umständen müssen Sie auch nach der Einnahme noch
mehrere Stunden nüchtern bleiben, damit das Mittel seine Wirkung
optimal entfaltet. Wer sich über den richtigen Einnahmezeitpunkt im
Unklaren ist, sollte lieber noch einmal bei seinem Arzt nachfragen.
Außerdem kann man sich im Beipackzettel unter dem Punkt
"Dosierungsanleitung" darüber informieren, wie oft und wann das
Präparat geschluckt werden sollte."
Wenn im Beipackzettel davon die Rede ist, dass das Medikament vor
dem Essen eingenommen werden soll, bedeutet das nicht unmittelbar vor
der Mahlzeit sondern mindestens 30 Minuten vorher. Nur so gelangt der
Wirkstoff auf dem schnellsten Wege zum Magen oder Dünndarm und wird
dort rasch aufgenommen. "Während des Essens" oder kurz nach dem Essen
sollten Tabletten eingenommen werden, die die Magenschleimhaut
angreifen können, sich deshalb mit dem Nahrungsbrei vermengen und mit
Verzögerung wirken. Wie Medikamente generell wirken, hängt jedoch
nicht nur davon ab, ob sie vor, nach oder mit dem Essen aufgenommen
werden. Auch die Tageszeit oder die Art der Pille kann eine Rolle
spielen: "Kortisonpräparate sind zum Beispiel früh morgens vor acht
Uhr am wirksamsten und nebenwirkungsärmsten", sagt Dr. Peters. "Der
Grund: Zu früher Stunde schüttet der Körper selbst Kortison aus und
die Zugabe von außen stört den Organismus weniger. Auch die Art der
Tablette beeinflusst die Wirkung. So gibt es zum Beispiel
Retardtabletten, die den Wirkstoff verlangsamt freisetzen und lange
wirken. Nicht zuletzt ist bei der Arzneimitteleinnahme auch
entscheidend, was man überhaupt gegessen hat. Sehr fettige und
schwere Mahlzeiten können zum Beispiel die Wirkung von bestimmten
Betablockern gegen Bluthochdruck abschwächen. Man sollte solche
Präparate also lieber vor dem großen Osterbrunch einnehmen."
Pressekontakt:
Andreas Aumann,
Tel. 030/27909-123,
aaumann@bpi.de
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Datum: 31.03.2015 - 12:56 Uhr
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