Rheinische Post:Ärztepräsident Montgomery wirft Regierung, Wissenschaft und Hilfsorganisationen vor, Ebola unterschätzt zu haben
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Regierung, Wissenschaft und Hilfsorganisationen vorgeworfen, die
Ebola-Seuche in Afrika unterschätzt zu haben. "Es wurde auf die
Ebola-Krise nicht schnell genug reagiert. Diesen Vorwurf mache ich
aber nicht der Regierung allein, sondern uns allen. Auch die
wissenschaftliche Community und die Hilfsorganisationen haben die
Ausbreitung von Ebola unterschätzt", sagte Montgomery der in
Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe). "Wir
haben alle die Dramatik dieser Krise unterschätzt." "Als die Krise in
ihrer ganzen Dimension erkannt war, hat die Regierung gut reagiert",
sagte Montgomery. Die Dynamik der Ausbreitung sei auch deshalb falsch
eingeschätzt worden, weil sich kein Mensch habe vorstellen können,
wie desolat die Situation der Gesundheitsversorgung in den drei
betroffenen Staaten sei. Montgomery forderte eine "weltweite
Initiative", um die Bevölkerung in den betroffenen Regionen zu
impfen. "Solche Landstriche entvölkernde Krankheiten lassen sich nur
mit Impfungen beseitigen", sagte der Ärztepräsident.
KONTEXT:
Im vergangenen Jahr kam es in Westafrika zum bisher größten
Ausbruch des tödlichen Ebola-Virus. Besonders betroffen waren die
Länder Guinea, Sierra Leone und Liberia. Gezählt wurden bislang mehr
als 10 000 Tote. Die Dunkelziffer soll noch viel höher sein.
Mittlerweile gibt es vielfältige internationale Hilfe. Auch deutsche
Teams sind vor Ort. Am Dienstag fliegen Gesundheitsminister Hermann
Gröhe (CDU) und Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) in die
betroffenen Gebiete, um sich ein Bild von der Lage machen. Auch der
G7-Gipfel im Juni in Deutschland will sich damit beschäftigen, wie
sich solche Krisen in Zukunft vermeiden lassen. Die Ärzte wollen
Ebola zum Thema beim nächsten Ärztetag machen.
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Datum: 06.04.2015 - 12:57 Uhr
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