neues deutschland: Zu den Beziehungen zwischen den USA und Kuba
ID: 1197675
könnte als Triumph des alten Revolutionärs gelten. Der brachte einst
mit seinem Bruder Fidel auf der »Granma« die beim großen Nachbarn so
ungeliebte Revolution nach Kuba. Die sollte weg und blieb. Doch
allein vom Eingeständnis einer gescheiterten Politik des Widersachers
ließ sich Raúl Castro nicht zu Begeisterung hinreißen. Die Kubaner
haben einfach zu viel Erfahrung mit Weltmächten, als dass ihre Freude
über etwas Normalisierung allzu groß sein könnte. Erst als treuer
sowjetischer Verbündeter gepriesen und nicht nur mit Raketen
aufgerüstet, wurde Kuba von Russland im Zuge seiner Jelzinschen
Demokratisierung von einem Tag auf den anderen brutal fallen
gelassen. Es war wieder allein als Insel im feindlichen Meer. Von der
verbliebenen Supermacht wurde Kuba auch im 21. Jahrhundert noch wie
im Mittelalter belagert und sollte bis zur Aufgabe ausgehungert
werden. Ihr Embargo setzten die USA weltweit mit allen Mitteln durch.
Wer zuwider handelte, wurde bestraft. Das wird wohl so bleiben, weil
es der Kongress will. Nicht an allen Problemen Kubas ist nur die
Blockade schuld, aber an den größten. Mag sein, dass der Kalte Krieg
vorbei ist. Seine Folgen bleiben. Denn wie ein heißer, so war auch
dieser Krieg zerstörerisch. Die Insel wurde um normale internationale
Beziehungen gebracht und damit um eine selbstbestimmte Entwicklung.
Bleibt aber das Embargo, ist der Händedruck kaum mehr als ein netter
Versuch.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1715
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.04.2015 - 18:12 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1197675
Anzahl Zeichen: 1750
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 303 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Zu den Beziehungen zwischen den USA und Kuba"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Weser-Kurier: Zum Amerika-Gipfel schreibt Klaus Ehringfeld: ...
Man soll ja vorsichtig sein mit der Bezeichnung "historisch". Aber auf den Amerika-Gipfel in Panama passt dieser Stempel. Der Kontinent hat am Wochenende einen großen Schritt nach vorne gemacht. Wer Barack Obama und Raúl Castro, die Präsidenten der USA und Kubas, am Sonnabend reden
Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu deutschen U-Booten für Israel ...
Die Sicherheit des Staates Israel darf Deutschland nicht gleichgültig sein. Diese Maxime gilt für alle deutschen Regierungen seit Konrad Adenauer. Eingedenk der historischen Schuld für den Holocaust der Nazi-Diktatur, der sechs Millionen europäische Juden das Leben kostete, stehen deutsche
WAZ: Flüchtlinge in einer tödlichen Falle. Kommentar von Gudrun Büscher zu Jarmuk ...
Die letzten 16000 Bewohner des palästinensischen Flüchtlingslagers Jarmuk nahe des Zentrums von Damaskus sitzen in einer tödlichen Falle. Es gibt kein Wasser, keine Nahrung, keine Medikamente. Die Menschen werden aufgerieben in einem Kampf zwischen Pest und Cholera - dem syrischen Machthaber
neues deutschland: Kuba und die Terrorliste der USA: Irrsinniges Feindbild¶ ...
Es ist ein Aberwitz der Geschichte: Kuba auf der Terrorliste der USA. Fraglos hat die kubanische Regierung Befreiungsbewegungen von Angola bis Mosambik militärisch unterstützt und für Maurice Bishop in Grenada den ersten Flughafen der Insel gebaut - mit Terror hatte das freilich nichts zu tun




