NRZ: Europas größte Schande - ein Kommentar von KNUT PRIES
ID: 1199656
Handwerk legen muss, die daran verdienen, dass sie verzweifelten
Menschen hohe Beträge abknöpfen, sie auf hochseeuntaugliche Schiffe
verfrachten und sie dann ihrem Schicksal, also in vielen Fällen: dem
Tod durch Ertrinken, überlassen. Diese "Schleuser" sind Verbrecher.
Und ist es nicht logisch, dass man ihnen das schaurige Geschäft
erleichtert, je mehr Bootsflüchtlinge man vor dem Ersaufen rettet und
sie doch noch an Europas Küsten bringt? Ja, das ist logisch, und
inhuman ist es auch. In der schäbigen Sprache des
EU-Flüchtlingsmanagements ist Rettung ein "Pull-Faktor" - ein
Umstand, der noch mehr Menschen in Versuchung bringt, ihr Heil auf
dem Weg übers Mittelmeer zu suchen und dadurch das Problem
vergrößert, statt es zu lindern. Denn, so lautet der
Standard-Bescheid der EU-Verantwortlichen, alle, die wollen, können
wir in Europa schlechterdings nicht aufnehmen. Deswegen müssen wir
mithelfen, dass nicht mehr so viele wollen. Wenn das mangels
anständig regierter Staaten in Afrika und dem Nahen Osten nicht recht
voran kommt, ist das nicht unsere Schuld. Bis auf weiteres gilt:
Grenzschutz ist billiger als Seenot-Rettung.Es ist ein bodenloser
Zynismus. Das neuerliche Massensterben vor der Küste Libyens,
anderthalb Jahre nach der Katastrophe von Lampedusa, fügt der größten
Schande, die sich die Wertegemeinschaft Europa leistet, ein weiteres
Kapitel hinzu. Es ist unserer aller Aufgabe, der Politik die
Verwaltung dieser Schande nicht länger durchgehen zulassen.
Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion
Telefon: 0201/8042616
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.04.2015 - 17:13 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1199656
Anzahl Zeichen: 1841
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 169 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NRZ: Europas größte Schande - ein Kommentar von KNUT PRIES"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Ermittlungsverfahren gegen Polizisten wegen mutmaßlich unzulässiger Gewaltausübung in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Das geht aus einer Antwort des NRW-Justizministeriums auf eine Anfrage der Neue Ruhr/Neue Rhein-Zeitung (NRZ, Freitagsausgabe und o
Seine Mission heißt: Ausgleich / NRZ-Kommentar von Jan Jessen zur Wahl des New Yorker Bürgermeisters ...
Ein erst 34-jähriger in Uganda geborener Sohn indischer Eltern wird in den kommenden Jahren als Bürgermeister die Geschicke der Metropole New York leiten. Zohran Mamdani, Muslim und erst seit sieben Jahren US-Bürger, hat eine Aufsteigergeschichte geschrieben, wie sie wohl nur in den USA möglich
NRZ: Zahl der freiwilligen Ausreisen von Asylbewerbern aus NRW ist deutlich gestiegen ...
Die Zahl der freiwilligen Rückkehrer aus Nordrhein-Westfalen ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ) hervor. Zwischen Januar und Oktober 2025 haben 2.122 Asylbewerberinnen und Asylbewerber das Land fr
Weitere Mitteilungen von Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
NRZ: Das Unmögliche - ein Kommentar von JAN JESSEN ...
Mit ihrem Klimaschutzplan versucht die Landesregierung das eigentlich Unmögliche: NRW soll kohlebasiertes Industrieland bleiben und gleichzeitig führend beim Klimaschutz werden, das Ganze im Dialog zwischen Politik, Industrie und Zivilgesellschaft. Zumindest der Dialog hat wohl gut funktionier
Berliner Zeitung: Kommentar zum Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung ...
Worin besteht nun der vermeintliche Kompromiss, auf den Union und SPD sich verständigt haben? Die neue Vorratsdatenspeicherung ist die alte Vorratsdatenspeicherung, nur an einigen Stellen entschärft. In die Privatsphäre der Bürger wird nicht mehr ganz so lange eingegriffen und nicht mehr übe
NRZ: Arbeitgeber müssen sich bewegen - ein Kommentar von MICHAEL MINHOLZ ...
Verglichen mit der Krawallbereitschaft der Lokführer verhalten sich die Erzieherinnen bei ihrem aktuellen Tarifstreit bislang geradezu handzahm. Sie nutzten ihr Drohpotenzial "Arbeitsniederlegung" nur zu Nadelstichen in einzelnen Städten. Das war für die betroffenen Eltern, die in de
Was ändert sich mit dem ElterngeldPlus? ...
Elterngeldrechner jetzt mit neuem Planer online unter: www.familien-wegweiser.de Immer mehr junge Familien wünschen sich Zeit für die Familie, aber auch Zeit für den Beruf: Neun von zehn Frauen und Männern zwischen 20 und 39 Jahren finden, dass sich Mütter und Väter gemeinsam um ihre Kind




