Lucke: Griechenland-Politik der EZB ist widersprüchlich
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Zentralbank (EZB) vorgeworfen, sich in der aktuellen
Griechenland-Debatte in Widersprüche zu verstricken. Auf eine Frage
Luckes im Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments hatte
Vizepräsident Vítor Constâncio einen Bankrott Griechenlands schon im
Mai ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Gleichzeitig wollte er den
griechischen Banken aber nicht zum Verkauf griechischer
Staatsanleihen raten. Zu Anfang diesen Jahres hielten die
griechischen Banken noch griechische Staatsanleihen für rund 15,5
Milliarden Euro, davon 9,3 Milliarden Euro kurzlaufende T-Bills. "Wie
will die EZB die Stabilität des griechischen Bankensystems sichern,
wenn die Banken auf den Papieren eines bankrotten Staates sitzen?"
kritisierte Lucke. "Hier werden bewusst große Risiken für die
Finanzmarktstabilität in Kauf genommen." Unverständnis äußerte Lucke
zudem über die Einschätzung Constâncios, Griechenland könne auch bei
einem Staatsbankrott im Euro verbleiben. "Wenn die Banken auf
wertlosen Papieren sitzen, können sie sich nicht mehr bei der EZB
refinanzieren und dann bricht die Geldversorgung zusammen", so Lucke.
Ein Verbleib im Euro mache dann keinen Sinn. "Aber offenbar ist das
Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro politisch nicht gewollt und
soll daher mit allen Mitteln verhindert werden.", sagte Lucke.
Pressekontakt:
Christian Lüth
Pressesprecher der Alternative für Deutschland
Tel.: 030 26558370
Email: christian.lueth@alternativefuer.de
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Datum: 21.04.2015 - 07:04 Uhr
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