DAtF-Präsident fordert von Endlagerkommission Beschleunigung des Verfahrens - Kerntechnik aus Deuts

DAtF-Präsident fordert von Endlagerkommission Beschleunigung des Verfahrens - Kerntechnik aus Deutschland international erfolgreich

ID: 1208252
(ots) - Vom 5. bis 7. Mai findet in Berlin bereits zum 46.
Mal das Annual Meeting on Nuclear Technology (AMNT, Jahrestagung
Kerntechnik) statt. In seiner Eröffnungsrede betont der Präsident des
DAtF, Dr. Ralf Güldner, die Tagung sei "die einzige in Deutschland
und auch in Europa, die sich der Kerntechnik derart ganzheitlich
widmet und dabei gezielt den internationalen Fachaustausch in dieser
Breite befördert".

Zur Arbeit der Endlagerkommission äußert der DAtF-Präsident
Anerkennung für bereits erreichte Fortschritte. Jedoch zeigt er sich
besorgt über den zu erwartenden Zeitrahmen für die Entsorgung hoch
radioaktiver Abfälle: "Eines der wichtigsten Ziele bei der Entsorgung
radioaktiver Abfälle ist es, nachfolgenden Generationen keine
ungebührlichen Belastungen aufzuerlegen. Dieses Ziel ist mit einem
Prozess, der womöglich 150 Jahre dauert, nicht zu vereinbaren." Dr.
Güldner fordert deshalb, die Kommission müsse es "zu ihrer Aufgabe
machen, Vorschläge zur Beschleunigung des Auswahlverfahrens und der
weiteren Schritte zu entwickeln."

Mit Blick auf die Aufgaben im laufenden Betrieb sowie beim Rückbau
und der Entsorgung erklärt Dr. Güldner, dass das wissenschaftliche
und industrielle Know-how in Deutschland international beispielhaft
sei. Er ruft dazu auf, dies langfristig abzusichern mit "einer
ausreichend großen kritischen Masse bei den in Deutschland
vertretenen Herstellern, ihren Zulieferern und Dienstleistern, die
das erforderliche Spektrum von Fähigkeiten abdecken können". Dazu
gehöre, so Dr. Güldner weiter, in Zusammenarbeit von Staat und
Privatwirtschaft im Sinne einer freien Forschung und gezielten
Ausbildung die fachliche Kompetenz auf dem jetzigen Niveau aufrecht
zu erhalten.

Der verlässliche Anlagenbetrieb, die sehr hohen
Sicherheitsstandards und die Sicherheitskultur seien die Grundlage


auf der sich Deutschland in der EU und weltweit für ein hohes
nukleares Sicherheitsniveau einsetze. "Ohne eine eigene
kerntechnische Industrie, die in eine entsprechende
Forschungslandschaft eingebettet ist, wird es aber nicht möglich
sein, weiter eine treibende Kraft kerntechnischer Sicherheit weltweit
zu sein", so Dr. Güldner zum kerntechnischen Gestaltungsanspruch, zu
dem sich die Bundesregierung trotz Kernenergieausstiegs bekenne.

Die Leistungsfähigkeit der kerntechnischen Branche in Deutschland
werde aktuell an den Betriebsergebnissen der Kernkraftwerke im
internationalen Vergleich sichtbar: Trotz immer umfänglicheren
Lastfolgebetriebs wegen des fortschreitenden Ausbaus der erneuerbaren
Energien befänden sich unter den besten zehn Kernkraftwerken der Welt
bei der Bruttostromerzeugung im Jahr 2014 vier deutsche Anlagen:
Emsland, Brokdorf, Isar 2, Neckarwestheim 2. Auch deshalb sei
Kerntechnik aus Deutschland international gefragt und erfolgreich.

Hinweis an Redaktionen: Im Bereich Presse auf www.kernenergie.de
sind die Rede des DAtF-Präsidenten Dr. Ralf Güldner anlässlich des
AMNT und die Tabelle Top Ten 2014 der Kernkraftwerke weltweit
abrufbar.



Pressekontakt:
Nicolas Wendler
Tel.: +49 30 49855520
presse@kernenergie.de

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Datum: 05.05.2015 - 13:10 Uhr
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