Menschen benötigen digitale Diäten
ID: 1211996
Frühjahrsempfang der IHK Bonn/Rhein-Sieg im Rheinhotel Dreesen
Markowetz führte unter anderem aus, dass wir als Teil der Wissensgesellschaft mit dem Kopf unser Geld verdienen: "Die zentrale Ressource im 21. Jahrhundert ist der menschliche Geist und die Unternehmen werden sich durchsetzen, die diese Ressourcen am Nachhaltigsten bewirtschaften." Die Digitalisierung habe einen psycho-sozialen Seiteneffekt, der sich nachhaltig auf soziale Strukturen und Beziehungen auswirke. Dabei sei gerade die ständige Erreichbarkeit nicht die Antwort. Es gelte vielmehr die Herausforderung eines fragmentierten Lebens- und Arbeitsstils zu entzerren; Zeit für Muße und Nachdenken. Markowetz: "Wir müssen unsere Frequenz herunter schalten; wir brauchen als Mensch digitale Diäten." Auf der gesellschaftlichen und unternehmerischen Ebene müsse eine Kommunikations-Etikette etabliert werden und Mitarbeiter müssten die Verantwortung für die psychische Gesundheit des Kollegen übernehmen. Wobei aber gerade das Verhalten nicht rational sei, die digitale Sucht gilt es auszutricksen.
In seiner Begrüßung ging IHK-Präsident Wolfgang Grießl auf die Chancen und Risiken der digitalen Revolution ein: "In diesen Zeiten werden klassische Geschäftsmodelle in Frage gestellt, wie etwa die neue Konkurrenz von Uber oder Air B&B zeigt. So werden Unternehmen dann erfolgreich sein, wenn sie Produkte aus der realen Welt mit den technischen Möglichkeiten der virtuellen Welt kreativ kombinieren und dadurch neue, bisher unbekannte Geschäftsmodelle entfalten. In dieser Entwicklung liegt eine große Chance für unsere Unternehmen, wenn sie selbst gestalten und nicht abseits stehen."
Mit Bezug auf die finanzielle Situation in den Kommunen sagte Grießl: "Die Wirtschaft in der Region Bonn/Rhein-Sieg unterstützt grundsätzlich das Ziel von Städten und Gemeinden, den kritischen Rotstift anzusetzen. Wichtig für die regionale Wirtschaft ist ein breit aufgestellter und differenzierter Konsolidierungskurs, im Rahmen dessen viele Ausgabenbereiche einen Beitrag zur Gesundung des Haushaltes leisten. Vor diesem Hintergrund haben Politik und Verwaltung nach unserer Auffassung noch nicht alle Spielräume des Sparens genutzt." Gerade deshalb sei es das völlig falsche Signal, wenn die Stadt Bonn und der Rat nach Steuererhöhungen und sonstigen Belastungen für Unternehmen rufen und diese beschließen. Grießl: "All das lehnt die regionale Wirtschaft mehrheitlich ab."
Grießl sprach sich ferner für stärkere interkommunale Zusammenarbeit in der Region aus: "Unser Standort wird nur dann im harten Wettbewerb der Regionen national und international erfolgreich bleiben, wenn die Beethovenstadt und der Rhein-Sieg-Kreis sowie dessen Städte und Gemeinden auf zentralen Feldern dauerhaft an einem Strang ziehen. Die IHK wird diesen Prozess begleiten. Wir werden unseren regionalen Partnern in Kürze die Ergebnisse einer eigens durchgeführten Studie zur interkommunalen Zusammenarbeit aus dem Blick der gewerblichen Wirtschaft vorstellen und gemeinsam diskutieren."
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 13.05.2015 - 11:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1211996
Anzahl Zeichen: 3822
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Bildung & Beruf
Diese Pressemitteilung wurde bisher 420 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Menschen benötigen digitale Diäten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
IHK Bonn/Rhein-Sieg (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mehr Protektionismus und weniger Freihandel unter der Trump-Regierung – vor der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten bereitet dieses Szenario auch der regionalen Wirtschaft große Sorgen. „Die USA sind ein wichtiger Handelspartner, zudem waren sie über viele Jahrzehnte der Garant einer glo
"Ausweg aus Strukturkrise wird Marathon" ...
Die zarten Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung haben sich in diesem Jahr nicht erfüllt. Vielmehr hat die monatelange Lähmung der gescheiterten Ampel-Regierung die Unsicherheit in der Wirtschaft weiter verstärkt, auch an Rhein und Sieg. Vor dem Jahreswechsel und mit Blick auf die bevorste
Haushaltsplan: IHK begrüßt erste Schritte und fordert konsequente Haushaltsdisziplin ...
„Es ist zu erkennen, dass die Stadtverwaltung für den neuen Haushaltsentwurf in verschiedenen Bereichen ihre Ausgaben kritisch überprüft und hinterfragt hat. Das begrüßen wir. Die Stadt sollte nach diesen ersten wichtigen Schritten den eingeschlagenen Weg der Haushaltskonsolidierung konsequen
Weitere Mitteilungen von IHK Bonn/Rhein-Sieg
Künstlerische Weiterbildung: Gestaltung eines Portraits ...
Die Gestaltung eines Porträts steht im Mittelpunkt zweier Veranstaltungen, zu der die Koordinierungsstelle für Weiterbildung an der Hochschule Bremen einlädt: Im Studienschwerpunkt Fotografie wird Dozentin Andrea Lühmann die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Feinheiten der Verwendu
Wie Unternehmen Veränderungsprozesse erfolgreich meistern // Zweitägiger Praxisworkshop in Hamburg ...
Unternehmen und Organisationen können auf Dauer nur überleben, wenn sie sich kontinuierlich anpassen. Strategien müssen vielleicht neu überdacht, Personal gewechselt oder neue Geschäftsfelder erschlossen werden. Doch stehen diese Veränderungsprozesse meist im Widerspruch zu den Bedürfnissen d
Vortrags- und Diskussionsreihe "Background" der School of Architecture: 20. Mai, 13 Uhr, Dirk Somers, Bovenbouw (Antwerpen) ...
Am Mittwoch, dem 20. Mai 2015, 13 Uhr, setzt die School of Architecture der Hochschule Bremen die Vortrags- und Diskussionsreihe Background zum Thema "Slow Urbanism - Vlaamse Architecten in Bremen" mit einer "Lunch Lecture" fort. Zu Gast ist Dirk Somers, Bovenbouw, Antwerpen (Be
Seminar in Hamburg: push! Schleuderfrei für Mensch und Maschine schreiben ...
Aus dem Beratungsalltag bewährte Methoden weitergeben ? so lautet das Konzept der push!-Seminare. Am 5. Juni 2015 bietet das erste Seminar in vier Stunden Einblick in die Veränderung digitaler Erzählweisen. Zwei Fokuspunkte definieren die Agenda: die lesenden Menschen und die auslesenden Maschine




