Weser-Kurier: Zur EU-Flüchtlingspolitik schreibt Mirjam Moll:
ID: 1212440
Solidarität, als Vizepräsident Frans Timmermans in Brüssel die neue
Migrationsstrategie der EU-Kommission vorstellte. Dabei gibt es
nichts, was der Europäischen Gemeinschaft in diesem Moment mehr
fehlt. Die Bereitschaft zu helfen, endet offenbar für einige
EU-Staaten schon an der Küste Italiens. Während man sich einig war,
dass die Mittel für die von der EU-Grenzschutzagentur Frontex
geführten Seenotrettung Triton erhöht werden müssen, hält sich die
Bereitschaft, die Geretteten aufzunehmen und ihnen eine Perspektive
zu bieten, bislang in Grenzen. Drei Viertel der Asylanträge entfallen
auf nur fünf der 28 Mitgliedsstaaten. Das kann und darf angesichts
der Krisenherde in Syrien, dem Irak und Nordafrika nicht so bleiben.
Der Vorstoß der Kommission, endlich eine verpflichtende Quote
einzuführen, ist deshalb gut und richtig. Dass sie keine Lösung für
die Ursachen der Flüchtlingsströme sein kann, stimmt zwar, aber sie
kann ihre Symptome lindern. Die Befürchtung, damit erst recht
Migranten aus anderen Ländern anzulocken, ist nicht ganz von der Hand
zu weisen. Doch dagegen kann man etwas tun. Effektivere Asylverfahren
helfen dabei ebenso wie die zügige Abschiebung jener, die zwar dem
Elend ihres Heimatlandes entflohen sind, aber keine Angst vor
Verfolgung oder einem Krieg haben müssen - so hart das auch klingen
mag. Die Europäische Union kann unterstützen, Entwicklungshilfe
anbieten, die Armut bekämpfen helfen. Aber sie kann nicht alle
Probleme der Krisenländer lösen. Deshalb muss die Gemeinschaft die
Herkunftsländer der Flüchtlinge stärker in die Pflicht nehmen. Sie
müssen ihre Staatsbürger wieder "zurückzunehmen" - so will es das
internationale Recht. Für jene, die Opfer von Kriegen und Verfolgung
sind, müssen die Tore zur EU aber offen bleiben. Es ist ein
Mindestmaß an Solidarität, das Europa diesen Menschen schuldig ist.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.05.2015 - 20:03 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1212440
Anzahl Zeichen: 2268
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bremen
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 322 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier: Zur EU-Flüchtlingspolitik schreibt Mirjam Moll:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Weser-Kurier (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz begrüßt: "Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum können erheblich sein. Daran besteht kein Zweifel", sagte der Chefökonom d
Banaszak: Grüne wollen Borkum-Abkommen verhindern ...
Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: "Ich halte es weiterhin für notwendig, dass
Neue Nato-Vorgaben: Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschuss, Thomas Röwekamp (CDU), spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht aus ...
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, der Bremer CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp, spricht sich im "WESER-KURIER" (Bremen) wegen der neuen Nato-Vorgaben zur künftigen Truppenstärke der Bundeswehr für eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Aus meiner Si
Weitere Mitteilungen von Weser-Kurier
Putsch in Burundi: SOS-Kinderdörfer bereiten sich auf Unruhen vor ...
Nach voran gegangenen gewaltsamen Protesten hat heute das Militär in Burundi geputscht. Burundis Präsident Pierre Nkurunziza befindet sich derzeit wegen seiner erneuten Präsidentschaftskandidatur auf einem Krisengipfel der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) in Tanzania. Seine Kandidatur hat
BGA: TTIP für das Wirtschaftswachstum von morgen! ...
"Das Wirtschaftswachstum in Deutschland fällt enttäuschend aus, ist aber auch kein Untergang. Schwächen am Standort und im globalen Handel bremsen die Fahrt ab und zeigen den Handlungsbedarf zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Neben dem erfolgreichen Konsolidierungskurs brauchen wir meh
Erler: "Minsker Abkommen muss wieder in Gang kommen" ...
Im Ukraine-Konflikt rät der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler, weiterhin zu Krisendiplomatie. Dem Sender phoenix sagte der SPD-Politiker: "Wir brauchen wieder politische Impulse, damit der Prozess der Umsetzung des einziges Friedensweges, den wir haben, das Minsker Abko
Allg. Zeitung Mainz: Hilfe zur Selbsthilfe / Kommentar zu Nepal ...
Ist die Frage berechtigt, ob ein Land wie Nepal bei aller Unvorhersehbarkeit einer Naturkatastrophe nicht prinzipiell besser auf sie vorbereitet sein müsste? Oder entspringt sie westlicher Arroganz? Ja, Nepal ist bekanntermaßen ein geologisches Hochrisikogebiet. Und ja, es ist immer besser, si




