Leseprobe: Gefühlslooping

Leseprobe: Gefühlslooping

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Auszug Leseprobe:
Lydia fährt langsamer als es die erlaubte Höchstgeschwindigkeit zulässt. Das ist sonst eigentlich überhaupt nicht ihre Gewohnheit, aber heute hat sie es nicht eilig, ans Ziel zu kommen.



(firmenpresse) - Auszug Leseprobe:
Lydia fährt langsamer als es die erlaubte Höchstgeschwindigkeit zulässt. Das ist sonst eigentlich überhaupt nicht ihre Gewohnheit, aber heute hat sie es nicht eilig, ans Ziel zu kommen.
„Worauf habe ich mich nur eingelassen?“, fragt sie sich immer wieder in Gedanken und überlegt krampfhaft, welche der vielen Ausreden, die ihr mit Leichtigkeit zugeflogen sind, wohl am Glaubhaftesten erscheint, damit sie sich doch noch vor der Therapie drücken kann.
„Mein innerer Schweinehund will mich wirklich mit allen Mitteln davon überzeugen, dass ich kneife. Nichts da“, ruft sie sich zur Ordnung. „Lydia! Du ziehst das durch!“
Sie atmet tief ein und hofft, dass sich bald alles zum Guten wenden wird.
Als sie ihr Auto auf dem Parkplatz abstellt und sich umsieht, ist sie erleichtert, denn die Klinik ist in einem modernisierten Gutshaus untergebracht und wirkt von außen eher wie ein Kurhaus. Nur ein kleines Schild neben dem Eingang weist darauf hin, welche Behandlungen im Inneren durchgeführt werden. Sie wundert sich etwas darüber, dass kein einziges Fenster vergittert ist.
Die wildesten Vorstellungen über psychiatrische Einrichtungen hatten ihre Fantasie im Vorfeld scheinbar etwas ausufern lassen. Sie schmunzelt, als sie sich an einen Albtraum erinnert, in dem sie in einer Gummizelle laut schreiend vergebens auf Befreiung wartete. Die Zwangsjacke entwickelte ein Eigenleben und schnürte ihr die Luft ab, sodass sie schweißgebadet und voller Panik erwacht war.
„Scheinbar alles nur halb so schlimm“, denkt sie erleichtert. „Hoffentlich.“
© Heidi Dahlsen

Neugierig geworden? Dann finden Sie die komplette Leseprobe unter:
http://autorin-heidi-dahlsen.jimdo.com/gef%C3%BChlslooping/

Buchbeschreibung:
„Ich bin sterben! Such mich nicht! Dir wünsche ich noch ein sorgenfreies Leben.“ Was macht eine Mutter, wenn sie nach Hause kommt und solch einen „Brief“ ihres Kindes vorfindet? Nach dem ersten Schock versucht sie das unermessliche Gefühlschaos, das die Borderline-Störung bei ihrer Tochter anrichtet, zu ordnen. Es folgt ein jahrelanger, zäher Kampf, der bis zur geistigen und körperlichen Erschöpfung reicht. Am Ende kommt die Mutter zu der unbefriedigenden Erkenntnis, dass sie für ihre Tochter eigentlich nichts weiter tun kann, als selbst die Nerven zu behalten. Das ist jedoch fast unmöglich. Diese Geschichte gibt einen Einblick in eine psychiatrische Klinik, in der die Patienten mit ihren kleinen Verrücktheiten umzugehen oder mit den Dämonen ihrer Vergangenheit abzurechnen lernen. Gewürzt ist die Handlung mit einer Prise ganz normalen Wahnsinns, der so manches Mal nur mit etwas Humor zu ertragen ist.



Buchdaten:
Gefühlslooping
Heidi Dahlsen
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 2 (15. Oktober 2014)
ISBN: 978-1-5028-5882-5
Auch als E-Book erhältlich!
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Datum: 15.05.2015 - 08:00 Uhr
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