Südwest Presse: KOMMENTAR · GRÜNE
ID: 1214764
Erschüttert stehen die Berliner Grünen vor ihrer eigenen
Geschichte. Mitglieder der alternativen Szene, von denen man wusste,
dass sie vorbestrafte Pädosexuelle waren, haben sich an Kindern
vergangen. Und mindestens genauso schlimm: Besonders in Berlin wurden
die Forderungen der Pädophilen unterstützt, bis in die 90er Jahre
hinein. Anrüchige Broschüren wurden gedruckt, sogenannte
"Pädo-Aktivisten" konnten agieren, oft konspirativ, aber doch mit dem
Wissen vieler, dass es ihnen um angeblich einvernehmlichen Sex
zwischen Jungen und pädophilen Männern ging. Diese Schande werden die
Grünen nie wieder los. Schlimmer aber bleibt das Trauma der Opfer.
Immerhin kümmert sich die Partei heute auch um diesen Teil ihrer
Vergangenheit. Viele Gelegenheiten hatte man zuvor verstreichen
lassen. Als vor Jahren der Missbrauch durch Geistliche aufgedeckt
wurde, schauten die Grünen bei sich noch weg. Nun immerhin ist das
Bedauern groß und echt. Aber warum hat sich diesem kollektiven
Wahnsinn außer einigen Frauen niemand in den Weg gestellt? Warum lief
die Öffentlichkeit nicht Sturm gegen die keineswegs verheimlichten
Positionen, die in einer Partei vertreten wurden, der man sonst alles
Mögliche - etwa Pläne für autofreie Städte - übel nahm? Weil
sexueller Missbrauch von Kindern die Gesellschaft lange Zeit wenig
interessierte. Offensichtlich haben nicht nur die Grünen einiges
aufzuarbeiten.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
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Datum: 20.05.2015 - 18:56 Uhr
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