Stange: Studie des Deutschen Philologenverbands ist reine Farce
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Stange: Studie des Deutschen Philologenverbands ist reine Farce
Zu den heute veröffentlichten Ergebnissen der vom Deutschen Philologenverband in Auftrag gegebenen Studie "Einstellungen zur Einheitsschule" erklärt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD (AfB), Dr. Eva-Maria Stange:
Der Deutsche Philologenverband greift kurz vor der Bundestagswahl zu faulen Tricks, um Stimmungsmache zu betreiben. Die Ergebnisse der Studie "Einstellungen zur Einheitsschule" sind eine reine Farce. Allein die Frage nach einer so genannten Einheitsschule ist höchst manipulativ, denn sie ruft bei den Menschen negative Vorstellungen hervor. Niemand fordert eine Einheitsschule. Keiner kann sich ernsthaft wünschen, dass seine Kinder im Gleichschritt lernen sollen.
Die SPD kämpft - und das zunehmend erfolgreich - für ein längeres gemeinsames Lernen aller Kinder in einer Schule, die Kinder differenziert fördert und individuelle Entwicklungen auch von behinderten Kindern berücksichtigt. Dies ist ein pädagogisch höchst differenzierter Ansatz und hat mit Einheitsbrei oder Einheitsschule nichts, aber auch gar nichts zu tun.
Offenbar können sich das einige Vertreter der Gymnasiallehrer nicht vorstellen, da sie nach wie vor im Frontalunterricht mit gut aussortierten Schülern im Gleichschritt durch den Lernstoff marschieren. Dabei übersehen sie, dass es sich bei ihrem Modell, das sie so engstirnig verteidigen, um die überholte Form der Einheitsschule handelt.
Die SPD will, dass Kinder und Jugendliche länger gemeinsam lernen ? und diesen Kurs unterstützt die Mehrheit der Bevölkerung, das belegen diverse Studien, so z.B. die vom Emnid-Institut im vergangenen Jahr durchgeführte Studie "Integration durch Bildung", wo sich 51 Prozent der Bevölkerung und sogar 58 Prozent der Eltern dafür ausgesprochen haben, dass Kinder länger gemeinsam unterrichtet werden.
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Redaktion: Stefan Giffeler
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Datum: 25.09.2009 - 08:18 Uhr
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