Westfalen-Blatt: zur Blatter-Wahl
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runtergeputzt worden wie nie zuvor. Es gibt Ermittlungen in mehreren
schwerkriminellen Angelegenheiten. Das Selbstausmisten läuft
leidlich, und der Chef vom Ganzen befindet sich im Zustand
anhaltender Dickfelligkeit. Nichts zu machen. Auch die Aufrufe zum
Rücktritt aus Politik und Wirtschaft prallten an Joseph Blatter ab.
Gut, sie haben ihn nicht im ersten Wahlgang durchgewinkt. Aber danach
stieg der Herausforderer aus. Die Chance zum Neuanfang ist dahin,
weil das System des Schweizers dies nicht duldet. Ob Dschibuti oder
Deutschland, Eritrea oder England, Fidschi oder Frankreich - jeder
ist gleichberechtigt. Viele der Miniatur-Verbände schlagen sich auf
die Seite ihres Gönners Blatter, den sie im Gegenzug unterstützen,
wenn es wieder etwas abzusegnen gilt. Fast lächerlich ist der
Einfluss Europas. Eine Revolte haben sie dort nicht hinbekommen.
Vielleicht passiert jetzt noch etwas, ein Miteinander unter Blatter
kann es nicht länger geben. Doch muss wohl bedacht werden, dass
Oppositionelle auch nicht immer dem Reinheitsgebot entsprechen. Über
allem stehen die Fragen: Wie unkaputtbar ist der Fußball? Kann es
überhaupt passieren, dass sich die Fans abwenden? Vorstellen mag man
sich das nicht.
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Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
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Datum: 29.05.2015 - 21:15 Uhr
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