NOZ: NOZ - Gespräche mit den Schauspielern Axel Prahl und Stefan Gubser sowie mit dem Regisseur Thomas Jauch
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Kommissar
Axel Prahl, Stefan Gubser und Thomas Jauch: Die Zeit ist reif
Osnabrück.- Diverse "Tatort"-Schaffende haben einen homosexuellen
Ermittler für Deutschlands populärste Krimireihe gefordert. Axel
Prahl, Darsteller des Kommissar Thiel im "Tatort" aus Münster, sagte
der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag): "Ich kann mir durchaus
vorstellen, dass es die eine oder andere Spielart für homosexuelle
Ermittler gibt. Und ich glaube schon, dass auch das Publikum einen
schwulen Kommissar oder eine lesbische Kommissarin akzeptieren würde.
Das könnte ja auch sehr interessante Situationen ergeben." Auch sein
Schweizer Kollege Stefan Gubser, der im "Tatort" aus Luzern als Reto
Flückiger zusammen mit der - übrigens lesbischen - Liz Ritschard
(Delia Mayer) ermittelt, sieht die Zeit für eine solche Entwicklung
auch in Deutschland gekommen: "Ein schwuler Kommissar würde dem
,Tatort' sicher eine neue Farbe verleihen und das kann nie schaden.
Außerdem wäre es doch wunderbar, wenn eine so große Community auch im
,Tatort' vertreten wäre." Gubser ist überzeugt: "Der größte Teil des
Publikums würde das sicher akzeptieren, denn die Leute, die ,Tatort'
schauen, sind bestimmt offen für Neues und ich schätze sie als eher
tolerant ein." Ähnlich sieht es auch Regisseur Thomas Jauch, der
zahlreiche "Tatort"-Folgen inszenierte und im Herbst wieder mit dem
Kölner Team dreht: "Die Zeit ist absolut reif für schwule oder
lesbische ,Tatort'-Ermittler beziehungsweise TV-Kommissare, wobei man
da so entspannt wie möglich angehen sollte." Auch Jauch sieht kein
Akzeptanzproblem beim Publikum: "Die Zuschauer sind intelligenter und
freigeistiger als man gemeinhin glaubt." Ähnlich äußerten sich auch
der Bremer Profiler und "Tatort"-Berater Axel Petermann sowie
François Werner vom Internet-Portal "Tatort-Fundus".
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Datum: 31.05.2015 - 18:55 Uhr
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