DSD fördert erneut die Reinhardskirche in Bad Nauheim
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DSD fördert erneut die Reinhardskirche in Bad Nauheim
Dokument für die Verbindung Hessen-Nassau und Zarenhaus
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt in diesem Jahr erneut die heute russisch-orthodox genutzte Reinhardskirche in Bad Nauheim im Wetteraukreis. Damit stehen weitere 40.000 Euro für die Restaurierung der Ikonostase zur Verfügung. Den entsprechenden Fördervertrag erhält Dimitrij Rahr von der Bruderschaft des heiligen Fürsten Wladimir e.V. in diesen Tagen.
1732 bis 1733 errichtete der Baumeister Hermann einen kurzen Saalbau als evangelische Pfarrkirche. Den verputzten Außenbau mit Lisenengliederung und gotisierenden Fenstern überragt im Westen ein dreigeschossiger Turm mit einer verschieferten Schweifhaube. Im Grundriss sind die Ecken abgeschrägt und die Apsis schwingt nach Osten aus.
Von 1868 an diente der Bau der katholischen, dann der anglikanischen Gemeinde als Gotteshaus, seit 1907 wird er als russisch-orthodoxe Kirche genutzt. Im Zuge der Umnutzung durch die russisch-orthodoxe Gemeinde wurde das Kircheninnere umgestaltet und eine ins frühe 19. Jahrhundert datierende Ikonostase aus der ehemaligen Klosterkathedrale von Sarow eingebaut, ein Geschenk der Zarin Alexandra Feodorowna. Einen vergoldeten, emaillierten Bronzelüster stiftete Zar Nikolaus II. Durch die Ikonostase wurde die Kirche zu einem Pilgerort des Heiligen Seraphin.
Massive Schäden an den Fußpunkten der Dachkonstruktion und der Dachdeckung hatten zu schweren Schäden im Gesimsbereich geführt. Nachdem der Turm saniert war, folgte die Instandsetzung des Hauptdachs. Dabei wurden die Fußpunkte des Hauptdaches ringsum saniert um den fortwährenden Wassereintritt zu stoppen. An Außenmauern und Fenstern bestand ebenfalls dringender Sanierungsbedarf, da die innere Raumschale absturzgefährdet war. Schließlich kann nun die wertvolle Innenausstattung restauriert werden, insbesondere die Ikonostase, die dringend sanierungsbedürftig ist.
Die Reinhardskirche, die als älteste Kirche Bad Nauheims zugleich die enge Verbindung des Hauses Hessen Darmstadt mit dem russischen Zarenhaus dokumentiert, gehört seit 2003 zu den über 160 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Hessen fördern konnte.
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Datum: 05.06.2015 - 15:15 Uhr
Sprache: Deutsch
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