Schwäbische Zeitung: Politik wie aus dem Bilderbuch - Kommentar zum Gipfelabschluss in Elmau
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Gutes an sich haben, dann vielleicht das: Die G 7 sind näher
aneinandergerückt, sie haben sich ihrer eigenen Werte versichert. Die
reichen Industrieländer wollen sich nicht als Herren dieser Welt
aufspielen, wie Jean Claude Juncker auf Schloss Elmau sagte, sondern
sie wollen sich als die Verantwortlichen dieser Welt zeigen.
So haben sie sich verhalten. Sie haben eine solche Vielzahl von
Initiativen ergriffen, dass die einzelnen Maßnahmen vielleicht gar
nicht genug gewürdigt werden. Vom langfristigen Abschied von der
Kohle, um die Erderwärmung zu stoppen, bis zum Kampf gegen den Hunger
und der wirksamen Bekämpfung von Epedemien wie Ebola. Wenn 500
Millionen Menschen nicht mehr hungern, wenn 700000 Menschen im Jahr
nicht mehr an Antibiotikaresistenzen sterben müssen, dann sind das
große Vorhaben. Eine Verantwortungsgemeinschaft der G 7 strebte
Gastgeberin Angela Merkel an.
Sicher, manches Ziel ist schon so manches Mal beschworen worden.
So auch jenes, dass die reichen Länder 0,7 Prozent ihres
Bruttoinlandproduktes in die Entwicklungshilfe stecken wollen. Doch
selbst wenn nur die Hälfte der Absichten verwirklicht würde, käme das
der bayerischen Bilderbuchidylle etwas näher.
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Datum: 08.06.2015 - 19:39 Uhr
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