Deutsche lieben Fernsehen - wie lange noch? Deloitte-Studie beleuchtet aktuelle Entwicklungen im Video-Markt
ID: 1222212
laut dem Deloitte Media Consumer Survey 2015 das beliebteste Gerät
für den Videokonsum. Gleichzeitig entwickelt sich TV zum
"Nebenbei-Medium": Immer mehr Zuschauer surfen parallel über den PC,
ihren Laptop oder andere Geräte im Internet. Geringe
Zahlungsbereitschaft und ein als ausreichend empfundenes
traditionelles TV-Angebot bremsen den Erfolg der
Video-on-Demand-Anbieter. Dennoch hat der VoD-Markt, der momentan von
Amazon angeführt wird, enormes Potenzial. Großen Zuspruch finden
Short-Form-Videos wie Clips auf YouTube, die sich jedoch selbst mit
professionellen Inhalten noch nicht als Paid Content bei Kunden
durchgesetzt haben.
"Die Verwendung vernetzter Screens und Endgeräte ist in deutschen
Haushalten inzwischen alltäglich", sagt Klaus Böhm, Media Leader bei
Deloitte. "Dadurch ist die Zielgruppe für Online-Videos nahezu
unbegrenzt. TV-Premium-Angebote wie HD- oder Pay-TV können sich im
Gegensatz zu Short-Form-Videos als Bezahl-Content etablieren, da
Konsumenten hier altersübergreifend eine hohe Zahlungsbereitschaft
zeigen."
Wachstumspotenzial für VoD-Dienste
Jeder dritte Mediennutzer in Deutschland ruft Inhalte über
Online-Portale und Mediatheken der Fernsehsender ab. Der Rest der
Befragten macht bisher keinen Gebrauch von solchen Angeboten. Das
offenbart großes Wachstumspotenzial. Flexible Nutzung und attraktive
Abrufinhalte werden unter Konsumenten am meisten geschätzt.
On-Demand bislang nur Ergänzung
Lediglich neun Prozent der deutschen Mediennutzer konsumieren
überwiegend Angebote abseits des traditionellen TV-Programms; ein
elementarer Wandel ist auch bei jungen Verbrauchern nicht in Sicht.
Dies liegt vor allem an den Preisen der VoD-Angebote, die Konsumenten
als zu teuer empfinden. VoD, Short Form-Videos, BluRays und DVDs sind
bislang lediglich eine Ergänzung zum Fernsehprogramm.
Amazon führt VoD-Markt an
In der wettbewerbsintensiven deutschen VoD-Anbieterlandschaft sind
sowohl deutsche als auch internationale Anbieter aktiv. Der mit 32
Prozent Marktanteil größte Player Amazon profitiert stark von seinem
Bündelangebot aus kostenfreiem Premiumversand und Onlinevideothek.
Platz zwei hat mit maxdome ein deutscher Anbieter inne, gefolgt vom
US-Riesen Netflix. Vor allem unter jungen Konsumenten konnte sich der
amerikanische Anbieter, der erst im letzten Jahr auf dem deutschen
Markt startete, einen beachtlichen Stellenwert sichern. Aufgrund
hoher Lizenz- und Marketingkosten werden kaum weitere Markteintritte
erwartet. Stattdessen ist eine Konsolidierung der Branche absehbar.
Video on Demand-Anbieter Anteil genutzter Anbieter
Amazon Prime Instant Video 32 %
Maxdome 18 %
Netflix 13 %
Watchever 7 %
Snap by Sky 6 %
Videoload 5 %
andere Anbieter 9 %
nur Einzelabruf 10 %
TV wird zum Nebenbei-Medium
Immer weniger Konsumenten schenken dem Fernsehen ihre ungeteilte
Aufmerksamkeit: Nur 19 Prozent konzentrieren sich ausschließlich auf
den großen Bildschirm. Die überwiegende Mehrheit nutzt parallel zum
TV das Internet, schreibt E-Mails oder ist in sozialen Netzwerken
aktiv. Programmbegleitende Angebote für den "Second Screen" wie Apps
oder Websites zur Sendung werden in Deutschland kaum angenommen.
Short-Form-Videos ja, aber kostenlos
Mehr als die Hälfte der Deutschen schaut regelmäßig
Short-Form-Videos. Unter den 14- bis 18-Jährigen sind es sogar 88
Prozent - hier sind auch die Zuwächse am größten. Musikvideos sowie
Spaß- und Entertainment-Clips werden am häufigsten abgerufen. Als
Bezahlinhalte lassen sich Short-Form-Videos jedoch kaum etablieren.79
Prozent der Nutzer würden für solche Inhalte kein Geld ausgebeben.
Die Vermarktung professioneller Kurzfilme wird durch etablierte
kostenlose Angebote selbst bei interessierten Nutzern erschwert.
"Der Videokonsum wird zunehmend flexibel und interaktiv. Um das
große Wachstumspotenzial für Bezahlangebote generationsübergreifend
zu nutzen, sind nicht nur attraktive Inhalte notwendig. Auch eine
optimale User Experience sowie intelligente Such- und
Empfehlungsfunktionen bieten dem Kunden eindeutige Vorteile und ein
klaren Zusatznutzen gegenüber dem klassischen Fernsehprogramm",
schließt Böhm.
Den kompletten Report finden Sie unter http://ots.de/yzhj2 zum
Download.
Über Deloitte
Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen
Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance
für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen;
Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Mit
einem weltweiten Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150
Ländern und Gebieten verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit
erstklassigen Leistungen und steht Kunden so bei der Bewältigung
ihrer komplexen unternehmerischen Herausforderungen zur Seite. Making
an impact that matters - für mehr als 210.000 Mitarbeiter von
Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch
zugleich.
Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur
verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: absolute Integrität,
erstklassige Leistung, gegenseitige Unterstützung und kulturelle
Vielfalt. Sie arbeiten in einem Umfeld, das herausfordernde Aufgaben
und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bietet und in dem jeder
Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu beiträgt, dem Vertrauen
von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu werden.
Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited
("DTTL"), eine "private company limited by guarantee" (Gesellschaft
mit beschränkter Haftung nach britischem Recht), ihr Netzwerk von
Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes
ihrer Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstständig und
unabhängig. DTTL (auch "Deloitte Global" genannt) erbringt selbst
keine Leistungen gegenüber Mandanten. Eine detailliertere
Beschreibung von DTTL und ihren Mitgliedsunternehmen finden Sie auf
www.deloitte.com/de/UeberUns.
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Datum: 09.06.2015 - 09:05 Uhr
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