Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Bericht der Gutachterkommission zu Behandlungsfehlern
Vergleichsweise bessere Adresse
PETER STUCKHARD
ID: 1225325
versuchen Ärztinnen und Ärzte mit scharfen Messern, potenziell
gefährlichen Strahlen und hochwirksamen Arzneimitteln Patienten zu
heilen. Wer glaubt, er gehe kein Risiko ein, wenn er sich einer
Behandlung unterzieht, irrt fundamental. Das gilt auch und
insbesondere für Maßnahmen, die nicht der Wiederherstellung der
Gesundheit, sondern verblasster Schönheit gelten. Erschwert eine
Komplikation den Krankheitsverlauf oder bleibt der erhoffte
Heilungserfolg ganz aus, sind Patienten oft irritiert. Hätte der Arzt
das nicht vorhersehen müssen, hat er womöglich einen Fehler gemacht?
Dabei liegen manche Entwicklungen allein in der Krankheit begründet.
Für eine Hirnhautentzündung als Komplikation der Maserninfektion wird
man nur das Schicksal verantwortlich machen können. Anders ist es,
wenn die Komplikation durch eine fehlerhafte Behandlung eintritt. Ob
sich dann aber ein Ursache-Wirkung-Zusammenhang herstellen lässt,
müssen im Zweifel Richter beurteilen. Die können das natürlich nicht.
Es schlägt die Stunde der medizinischen Gutachter, über deren
Qualifikation, Sorgfalt und vor allem deren Unabhängigkeit derzeit
viel diskutiert wird. Da ist die Ärztekammer die vergleichsweise
bessere Adresse. Für Privatpatienten ohnehin die einzige Möglichkeit,
sich außergerichtlich und unentgeltlich Klarheit zu verschaffen.
Kassenpatienten steht zudem die Möglichkeit offen, sich an ihre
Krankenkasse zu wenden. Welche Option man zieht, liegt im Bereich der
persönlichen Überzeugungen. Das Patientenrechtegesetz hat immerhin,
zum Beispiel im Bereich der Beweislast bei Haftungsfragen, einige
Klarstellungen gebracht. Dennoch: Es ist für Patienten nach wie vor
kein einfacher Weg, bei ärztlichen Behandlungsfehlern ihr Recht zu
suchen. Denn abgesehen von einigen Ausnahmefällen muss der Patient
dem Arzt beweisen, dass der einen Fehler gemacht hat.
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.06.2015 - 20:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1225325
Anzahl Zeichen: 2244
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 245 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Bericht der Gutachterkommission zu Behandlungsfehlern
Vergleichsweise bessere Adresse
PETER STUCKHARD"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Hunderte Tankstellen in Nordrhein-Westfalen verstoßen gegen die gesetzliche Spritpreisregel - doch geahndet wird bislang kein einziger Fall. Seit Anfang April wurden in NRW insgesamt 2.634 unzulässige Preiserhöhungen durch 447 Tankstellen registriert, wie aus einer Analyse von Daten des Bundeskar
Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance ...
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich
Verdi-Chef sieht Angriff auf alle Bereiche des Sozialstaats ...
Bielefeld. Der Chef der Vereinigten Dienstleistungsgesellschaft Verdi, Franke Werneke, warnt davor, Reformen auf dem Rücken der Beschäftigten durchzusetzen. "Es gibt gerade einen Angriff auf praktisch alle Bereiche des Sozialstaats - auf Arbeitnehmerrechte, Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung
Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Regionalrat streitet über den Landesentwicklungsplan Politik ist gefordert MATTHIAS BUNGEROTH ...
Es ist ein fast schon bizarr anmutender Streit, der da seit Wochen zwischen dem Regierungsbezirk Detmold und der Staatskanzlei in Düsseldorf geführt wird. Es geht um die Frage, warum die internationalen Flughäfen in NRW im künftigen Landesentwicklungsplan (LEP) in zwei Kategorien eingeteilt w
Schwäbische Zeitung: Alle gewinnen, keiner verliert - Leitartikel zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ...
Die deutsche Wirtschaft will Flüchtlinge leichter in Arbeit bringen. Diese Nachricht wird dumpfe Stammtischschwätzer wieder zur Höchstform auflaufen lassen. Solche nämlich, die meinen, ihren unreflektierten Frust über sich selbst und die vermeintliche Ungerechtigkeit in dieser Welt in Form v
Schwäbische Zeitung: Die Luft wird dünner - Kommentar zu al-Baschirs Flucht ...
Eigentlich hätte Sudans Präsident Omar Hassan al-Baschir eine ganze Woche auf dem Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) in Südafrika bleiben wollen. Doch daraus wurde nichts. Für den vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesuchten Langz
Allg. Zeitung Mainz: Trauermantel ade / Kommentar von Jens Frederiksen zum Klima ...
Vielleicht geht die Welt ja doch noch nicht unter. Der Blick in den sommerlichen Garten jedenfalls sorgt für einigen Trost. Seit sieben, acht Jahren ist da beispielsweise ein flink von Blüte zu Blüte sirrender Geselle unterwegs, den Ahnungslose für eine extra-kleine europäische Ausgabe des




