neues deutschland: Urteil zu den EZB-Anleihenkäufen: Brücke mit Lücke
ID: 1225927
zu viel und die anderen zu wenig erwartet. Zu wenig, weil der
Europäische Gerichtshof eine Reihe jener Bedenken, welche die
deutschen Kläger via Karlsruher Vorlagenbeschluss geäußert hatten, in
seine Entscheidung ja doch integriert hat: Die EZB muss bei ihren
Anleihenkäufen Bedingungen beachten, darf nicht wirtschaftspolitisch
tätig werden und also ihr auf die Geldpolitik begrenztes Mandat nicht
überschreiten. So gesehen hat das Urteil eine Brücke betreten, die in
Karlsruhe gebaut wurde. Es wurde vom Luxemburger Urteil aber auch zu
viel erwartet: von denen, die hofften, das Gericht würde sich wie der
Generalanwalt zuvor auch zur Rolle der EZB in der Krisenpolitik
äußern. Die lässt sich durchaus als politische ansehen, als Teil der
»Institutionen« greift die Zentralbank in den wirtschaftspolitischen
Kernbereich von Staaten ein, etwa durch ihr Mittun bei der Verhängung
von Kürzungsauflagen. Hier besteht also eine politische Lücke des
Urteils - und nicht die einzige. Natürlich ist die »Unabhängigkeit«
der EZB in Teilen eine Fiktion, so wie die konkrete Ausgestaltung
ihrer Geldpolitik nicht frei von ideologischen Imperativen und die
EU-Auslegung der ihrer Arbeit zugrunde liegenden Verträge eine auch
politische Frage ist. Ob sich an der EZB-Politik etwas ändert, wird
man aber nicht den Luxemburger Richtern überlassen können. Es ist wie
mit der Krisenpolitik insgesamt: Eine Alternative kommt nicht per
Urteil, sondern kann nur das Ergebnis eines gesamteuropäischen
Politikwechsels sein.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1715
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.06.2015 - 18:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1225927
Anzahl Zeichen: 1841
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 245 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Urteil zu den EZB-Anleihenkäufen: Brücke mit Lücke"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
neues deutschland: Linker Europaabgeordneter De Masi: Jetzt muss Karlsruhe der EZB ni den Arm fallen ...
Der linke Europaabgeordnete Fabio de Masi hat die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes zum Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB kritisiert. »Mit dem Urteil kann die EZB keine öffentlichen Investitionen, sondern nur Finanzblasen finanzieren. Das ist grotesk«, sagte De Masi gegenüber
Das Erste, Dienstag, 16. Juni 2015, 5.30 - 9.00 Uhr Gäste im ARD-Morgenmagazin ...
7.05 Uhr, Cem Özdemir, Bundesvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Thema: Flüchtlinge Pressekontakt: WDR Presse und Information, Annette Metzinger, Tel. 0221-220-7120 Agentur Ulrike Boldt, Tel. 02150 - 20 65 62
neues deutschland: Analogien im Länderdialog mit der EU: Von der Maut lernen¶ ...
Es kommt für den Beobachter nicht darauf an, sachliche Begründungen der EU in den Verhandlungen mit Griechenland über die Maßen ernst zu nehmen. Offenkundig geht es vor allem um Machtdemonstration, um eine Demütigung der linken Regierung in Athen, wie das Beharren der EU-Kommission auf Rente
neues deutschland: Juso-Chefin Uekermann: Gabriel sollte mehr Mitgefühl mit Griechen zeigen ...
Die Bundesvorsitzende der Jusos, Johanna Uekermann, hat sich von den Aussagen des SPD-Chefs Sigmar Gabriel distanziert. Dieser hatte im Schuldenstreit heftige Kritik an der Regierung in Athen geübt. "Von einem SPD-Vorsitzenden erwarte ich mehr Mitgefühl mit der griechischen Bevölkerung un




