Präventionsgesetz: Paritätischer begrüßt Gesetz als richtigen und wichtigen Schritt
ID: 1227069
Wohlfahrtsverband das neue Präventions- und
Gesundheitsförderungsgesetz. Auch wenn die geplanten Maßnahmen
insgesamt nicht ausreichend seien, um die gravierende sozial bedingte
gesundheitliche Chancenungleichheit in Deutschland nachhaltig zu
reduzieren, so markiere das Gesetz dennoch einen Meilenstein auf dem
Weg in die richtige Richtung. Nach jahrzehntelangem Ringen und
insgesamt drei gescheiterten Gesetzesanläufen sei es endlich
gelungen, moderne und wirksame Formen der Prävention als Regelfall
ins Gesetz zu schreiben.
"Natürlich hätten wir uns an vielen Stellen weitergehende Reformen
gewünscht und sind enttäuscht, dass sich das Gesetz im Kern auf die
Prävention durch Krankenkassen beschränkt und damit wichtige Akteure
wie zum Beispiel Bund, Länder und Gemeinden nicht wirklich in die
Verantwortung genommen werden. Der wesentliche Fortschritt besteht
aber darin, dass künftig die Prävention in Lebenswelten, also z. B.
in Kitas, Schulen, Betrieben, Pflegeeinrichtungen und Stadtteilen
Vorrang vor Kursen zur Verhaltensänderung hat. Denn diese Kurse
erreichen kaum sozial benachteiligte Menschen. Mit dieser
Weichenstellung können endlich wissenschaftlich fundierte Strategien
aufgelegt werden, von denen die zentralen Zielgruppen real
profitieren", so Prof. Dr. Rolf Rosenbrock,
Gesundheitswissenschaftler und Vorsitzender des Paritätischen
Gesamtverbandes. "Der Zusammenhang von sozialem Status und
Gesundheitszustand ist eindeutig belegt. Um gesundheitliche
Chancengleichheit herzustellen, müssen die Menschen dort gefördert
werden, wo sie sind", so Rosenbrock.
Das Gesetz markiere im Ergebnis einen Anfang und eine gute Basis,
auf der man nun mit vereinten gesellschaftlichen Kräften aufbauen
müsse. Auch in der betrieblichen Gesundheitsförderung müsste
beispielsweise künftig mehr auf gesundheitsförderliche Strukturen
statt auf Verhaltensprogramme gesetzt werden. Auch in Wohnumfeld und
Sozialraum könne viel bewegt werden, wenn die Betroffenen an der
Planung und Durchführung der Projekte direkt beteiligt werden, um
ihre Umwelt mehr nach ihren eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Hier
könne und werde sich die freie Wohlfahrtspflege mit ihrer Expertise
gerne engagiert einbringen. "Es geht um nicht weniger als das
möglichst gute, möglichst lange und gesunde Leben aller Menschen in
unserer Gesellschaft - unabhängig von Herkunft und sozialem Status.
Hier sind wir alle gefragt", so Rosenbrock.
Pressekontakt:
Gwendolyn Stilling, Tel. 030/24636305, E-Mail: pr@paritaet.org
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.06.2015 - 12:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1227069
Anzahl Zeichen: 2879
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 192 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Präventionsgesetz: Paritätischer begrüßt Gesetz als richtigen und wichtigen Schritt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Paritätischer Wohlfahrtsverband (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Paritätische Forschungsstelle hat heute eine bahnbrechende Berechnung zur Wohnarmut in Deutschland veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen ein alarmierendes Bild: Deutlich mehr Menschen als bisher angenommen leben in Armut, wenn die Wohnkosten berücksichtigt werden. Die steigenden Mieten belast
Der Paritätische Gesamtverband: Achim Meyer auf der Heyde zum Vorsitzenden gewählt ...
In seiner heutigen Mitgliederversammlung hat der Paritätische Gesamtverband Achim Meyer auf der Heyde ohne Gegenstimme zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt damit auf den Gesundheitswissenschaftler Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, der nach 12 Jahren an der Spitze des Verbandes nicht wieder antr
"Worauf warten wir noch?"/ Prominente aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft fordern ein Gewalthilfegesetz ...
Mit dem Slogan "Worauf warten wir noch?" fordern 22 Prominente aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft seit heute früh in einem 60-Sekunden-Film (https://www.youtube.com/watch?v=5Gm2-oaJWCg) ein Gewalthilfegesetz. Der Clou: Erstmals beteiligen sich Männer an einem solchen Video! Das un
Weitere Mitteilungen von Paritätischer Wohlfahrtsverband
Flüchtlingskrise ist eine der größten aktuellen Herausforderungen / Weltweit sind rund 60 Million Menschen auf der Flucht (FOTO) ...
Laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) waren bis zur Jahreshälfte 2014 rund 57 Millionen Menschen auf der Flucht, entweder in ein anderes Land oder als Vertriebene innerhalb der eigenen Landesgrenzen. "Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine so großen Flüchtling
Erfolgreicher Start von "AndersGründer" und "ChancenNutzer" im Social Impact Lab Frankfurt ...
- Startup-Zentrum in Frankfurt-Bockenheim für soziale Innovatoren ("AndersGründer") und Gründer mit Migrationshintergrund ("ChancenNutzer") zieht positive Zwischenbilanz - Bisher insgesamt rund 90 Teilnehmer in den Programmen - 18 Unternehmensgründungen
Präventionsgesetz führt zu einseitigen Belastungen der Versicherten ...
Anlässlich der heutigen Verabschiedung des Präventionsgesetzes im Deutschen Bundestag erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer: "Trotz richtiger Einzelmaßnahmen überzeugt das Gesetz nur bedingt. Denn die notwendigen Leistungsverbesserungen führen zu steigenden Zusatzbeiträgen. Und die
Knapp 835 000 Elterngeldbezüge im 1. Quartal 2015 ...
Im ersten Quartal 2015 haben in Deutschland insgesamt knapp 835 000 Personen Elterngeld bezogen. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht damit erstmals Ergebnisse zu aktuellen Leistungsbezügen aus der Bestandsstatistik zum Elterngeld. Von den knapp 835 000 Leistungsbezügen im ersten Quartal




