Fachkräftemangel: Deutsche Wirtschaft muss Aufträge ablehnen / Jedes zweite Unternehmen kann Kundenwünsche nicht mehr erfüllen / Für jede zehnte Firma ist es schwieriger als 2014, Stellen zu besetzen
ID: 1228699
Deutschland leiden unter akutem Fachkräftemangel. Das sind sechs
Prozentpunkte mehr als 2014. Jeder zehnte Personalmanager meldet
zudem, dass es im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwieriger geworden
ist, Stellen zu besetzen. Bei jedem zweiten Unternehmen führte die
Personallücke bereits dazu, dass Aufträge abgelehnt werden mussten.
Das ergibt die Studie "Fachkräftemangel 2015" des
Personaldienstleisters ManpowerGroup.
+++ Eine druckfähige Infografik finden Sie hier:
http://ots.de/qPMKB +++
Die Anzahl der Unternehmen, die Probleme mit der Besetzung offener
Stellen haben, ist in diesem Jahr so hoch wie seit 2006 nicht mehr.
Erste Auswirkungen des Fachkräftemangels zeichnen sich bereits ab: 58
Prozent der Firmen können Aufträge nicht mehr annehmen, weil die
nötigen Spezialisten fehlen. Mehr als 40 Prozent sind nach eigenen
Angaben weniger wettbewerbsfähig und innovativ. Eine von zehn Firmen
spürt den Fachkräftemangel in diesem Jahr bereits deutlich stärker
als noch vor zwölf Monaten. "Der Arbeitsmarkt hält mit dem
wirtschaftlichen Aufschwung im Land nicht mehr Schritt", sagt
Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup
Deutschland. "Um künftiges Wirtschaftswachstum nicht zu gefährden,
braucht es neue Ideen, wie wir Menschen in Arbeit bringen. Das
Einstellen von Flüchtlingen sollte beispielsweise erleichtert
werden."
Handwerker-Knick und Manager-Mangel halten an
Facharbeiter und Handwerker sind echte Engpassberufe, sowohl in
Deutschland als auch weltweit. Zudem gehen den Unternehmen die
Manager aus. "Eine ganze Generation der Babyboomer steht vor dem
Ruhestand. Diese Lücke müssen die Arbeitgeber füllen, beispielsweise
durch gezielte Nachwuchsprogramme", sagt
ManpowerGroup-Deutschland-Chef Herwarth Brune. Äußerst schwierig
gestaltet sich auch die Suche nach IT-Fachkräften. In kaum einem
anderen Industrieland sind Technikspezialisten derart schwer zu
finden. "Es besteht dringend Handlungsbedarf, wenn deutsche
Unternehmen eine Vorreiterstellung beim Megatrend Industrie 4.0
einnehmen wollen. Es lohnt sich zum Beispiel, Arbeitnehmer intern für
die neuen Anforderungen zu qualifizieren, statt eingleisig nach den
perfekten Spezialisten zu suchen", so Brune.
Ranking der am schwierigsten zu besetzenden Positionen 2015 in
Deutschland
1. Facharbeiter/Handwerker
2. Manager und Executives
3. Techniker
4. IT-Fachkräfte
5. Ingenieure
6. Finanz- und Rechnungswesen
7. Vertriebsmitarbeiter
8. Vertriebsleiter
9. Fahrer
10. Ärzte und medizinische Berufe (kein Pflegepersonal)
Fachkräftelücke im Ausland nicht so spürbar wie in Deutschland In
anderen Ländern Europas ist die Situation am Arbeitsmarkt
entspannter. Häufig ist die Nachfrage nach Fachkräften geringer. In
Irland haben beispielsweise nur elf Prozent der Firmen Probleme,
offene Stellen zu besetzen. In Großbritannien und den Niederlanden
(beide 14 Prozent) findet der Großteil der Arbeitgeber ebenfalls
genügend Personal. Nur in einigen osteuropäischen Ländern wie
Rumänien und Bulgarien sowie auch Griechenland ist es für Unternehmen
noch schwieriger als hierzulande, für bestimmte Positionen Menschen
mit geeigneten Qualifikationen zu finden. Hintergrundinformation
ManpowerGroup hat im ersten Quartal 2015 mehr als 41.700
Personalverantwortliche in 42 Ländern befragt, ob sie Schwierigkeiten
haben, Stellen zu besetzen, und welche Berufsgruppen am schwersten zu
finden sind. Die Unternehmen wurden außerdem über die Gründe und die
Auswirkungen des Fachkräftemangels interviewt und sollten angeben, ob
und welche Maßnahmen sie treffen, um dem Fachkräftemangel
entgegenzuwirken.
Über die ManpowerGroup
Die ManpowerGroup ist weltweit führend in der Bereitstellung
innovativer Lösungen und Dienstleistungen, mit denen Unternehmen in
der sich verändernden Welt der Arbeit erfolgreich sein können. Unter
dem Dach der ManpowerGroup agieren in Deutschland an 160 Standorten
die Gesellschaften Manpower, Experis, ManpowerGroup Solutions und
Right Management. Zusammen mit den Joint Ventures Bankpower,
AviationPower und Vivento Interim Services ist die Unternehmensgruppe
Vorreiter in der Branchen- und Fachspezialisierung.
Mehr Informationen erhalten Sie unter http://www.manpowergroup.de.
Pressekontakt:
Faktenkontor GmbH
Juliana Hartwig
Ludwig-Erhard-Straße 37
20459 Hamburg
Tel.: +49 40 253 185-122
E-Mail: juliana.hartwig@faktenkontor.de
Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen
Nicole Schütze
Düsseldorfer Straße 9
65760 Eschborn
Tel.: +49 69 153 03-186
E-Mail: nicole.schuetze@manpowergroup.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.06.2015 - 09:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1228699
Anzahl Zeichen: 5316
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Frankfurt am Main
Kategorie:
Arbeit
Diese Pressemitteilung wurde bisher 164 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Fachkräftemangel: Deutsche Wirtschaft muss Aufträge ablehnen / Jedes zweite Unternehmen kann Kundenwünsche nicht mehr erfüllen / Für jede zehnte Firma ist es schwieriger als 2014, Stellen zu besetzen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
ManpowerGroup Deutschland GmbH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
- Infrastruktur-Boom trifft auf Fachkräftelücke - Europa besonders unter Druck - 76 Prozent der befragten Ingenieur*innen und Architekt*innen sorgen sich vor übermäßiger Abhängigkeit von KI und dem Verlust kritischer Fähigkeiten - 90 Prozent der Arbeitgeber sehen den Ruhestand erfahrene
Faris Becirovic neuer Country Manager und Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland ...
Die ManpowerGroup hat Faris Becirovic mit Wirkung zum 1. Mai 2026 zum Country Manager und Vorsitzenden der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland ernannt. Er folgt auf Iwona Janas, die das Unternehmen nach mehr als 22 Jahren bei der ManpowerGroup verlassen wird. "In einem sich rasant
KI schürt Unsicherheit am Arbeitsmarkt / Der Faktor Mensch / ManpowerGroup Global Workforce Trendreport 2026 veröffentlicht ...
- Über die Hälfte der Generation Z befürchtet, durch Automatisierung in den nächsten zwei Jahren ihren Job zu verlieren. - 61 Prozent der Unternehmen weltweit planen, ihre Investitionen in Automatisierung weiter zu erhöhen. - Ein Drittel der Arbeitgeber weltweit hält ethisches Urteilsver
Weitere Mitteilungen von ManpowerGroup Deutschland GmbH
Personal imöffentlichen Dienst 2014: Zuwachs bei Kitas und Hochschulen ...
Mehr Beschäftigte an Tageseinrichtungen für Kinder und an Hochschulen führten bis Mitte 2014 zu einem erneuten Personalanstieg im öffentlichen Dienst. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des "Tages der Vereinten Nationen für den öffentlichen Dienst" am 23. Juni m
Freelance.de feiert die 350.000 Projektausschreibung ...
Die größte deutschsprachige Akquise-Plattform will künftig Projekte in den Branchen Ingenieurwesen, Organisation & Management sowie Marketing & Vertrieb ausbauen Seit acht Jahren erfolgreich in der Vermittlung: Die Online-Plattform Freelance.de verzeichnet die Realisierung des 350.
Studie: Professionelles Travel Management stärkt Arbeitgeberimage / Wer Geschäftsreisen zur Chefsache macht, ist der bessere Arbeitgeber ...
Für 81 Prozent der Geschäftsreisenden hat die Unterstützung, die der Arbeitgeber ihnen auf Reisen zukommen lässt, einen hohen Einfluss auf die Arbeitgeberattraktivität. Das sind elf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Chefsache Business Travel 2015&q
Gute Arbeitsbedingungen für einheimische Pflegekräfte statt Abwerbung aus dem Ausland / Deutsche Gesundheitspolitik missachtet Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation ...
An diesem Montag treten die Pflegekräfte am Berliner Klinikum Charité in einen unbefristeten Streik für bessere Arbeitsbedingungen. Das europaweite Netzwerk »Health Workers for all« und sein deutscher Partner terre des hommes unterstützen die Forderungen der Pflegekräfte nach besseren Arbe




