NOZ: Gespräch mit Brigitte Pothmer, Grünen-Arbeitsmarktexpertin
ID: 1229208
vor
Grünen-Expertin: Armutsrisiko vor allem für Frauen -
"Arbeitsministerin darf hier nicht länger abtauchen"
Osnabrück.- Nur jeder sechste Minijobber im gewerblichen Bereich
zahlt nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch)
in die Rentenkasse ein. Die 2013 eingeführte
Rentenversicherungspflicht für Minijobs komme in der Realität nicht
an, sagte dazu die Grünen-Arbeitsmarktexpertin Brigitte Pothmer in
einem Gespräch mit der "NOZ". Von flächendeckender Altersvorsorge
könne keine Rede sein, wenn sich mehr als 80 Prozent der Minijobber
davon befreien ließen. Pothmer verwies auf eine Antwort der
Bundesregierung, wonach bei Minijobbern in Privathaushalten sogar nur
knapp jeder Siebte in die Rentenkasse einzahle.
"Minijobs bleiben eine berufliche Sackgasse und ein Armutsrisiko -
insbesondere für Frauen", sagte die Abgeordnete. Kritisch sei, dass
der Anteil der rentenversicherten Minijobber bei seit 2013 neu
abgeschlossenen Verträgen sogar sinke. So habe im März 2013 noch ein
Viertel der neuen Minijobber (25,9 Prozent) im gewerblichen Bereich
für das Alter vorgesorgt, heute seien es unter 20 Prozent. Bei den
Privathaushalten habe der Anteil der rentenversicherten Minijobber im
März 2013 bei 24,5 Prozent gelegen, heute nur noch bei 18,2 Prozent.
Die Grünen-Politikerin forderte Bundesarbeitsministerin Andrea
Nahles (SPD) auf, existenzsichernde Arbeitsplätze zu fördern, statt
die Minijobs mit ihren bekannten Risiken und Nebenwirkungen weiter zu
subventionieren. "Die Bundesregierung darf in dieser Frage nicht
länger abtauchen", forderte Pothmer.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.06.2015 - 05:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1229208
Anzahl Zeichen: 1993
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 204 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NOZ: Gespräch mit Brigitte Pothmer, Grünen-Arbeitsmarktexpertin"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der sächsische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Vorsitzende Michael Kretschmer hat die Brandmauer-Debatte in seiner Partei erneut scharf kritisiert. "Der Begriff der Brandmauer nutzt den Rechtsextremen enorm. Sie können die Märtyrer geben. Sie stellen sich als politische Kraft dar
Kretschmer gegen Rasenmäher-Kürzungen und offen für Steuererhöhungen / CDU-Vize: Für Gesamtpaket muss sich auch die Union bewegen ...
Sachsens Ministerpräsident und CDU-Vize Michael Kretschmer hat Pläne für pauschale Subventionskürzungen kritisiert und für ein Gesamtpaket auch mit Steuererhöhungen als "letzten Baustein" geworben. "Die Rasenmäher-Methode ist keine kluge Politik. Wir müssen den Wählern schon
Ex-Ministerpräsident Torsten Albig rät SPD zum Einreißen der Brandmauer zur AfD ...
Als erster prominenter SPD-Politiker rät Schleswig-Holsteins früherer Ministerpräsident Torsten Albig seiner Partei, die Brandmauer zur AfD einzureißen. "Wenn 30 Prozent diese Partei wählen, können wir nicht auf Dauer so tun, als wäre das die Ausgeburt der Hölle", sagte Albig der &
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
NOZ: Gespräch mit Matthias Wolfschmidt, stellvertretender Geschäftsführer von Foodwatch ...
Foodwatch fordert gesetzliche Mindeststandards in der Tierhaltung Verbraucherorganisation kritisiert Tierwohl-Initiative vor Bauerntag als Ablenkungsmanöver Osnabrück.- Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat vor dem Bauerntag am Mittwoch und Donnerstag in Erfurt die Einführung von
Mitteldeutsche Zeitung: Wirtschaft/Verkehr Neues Bahn-Sparticket in Mitteldeutschland ...
Mit einem neuen Pauschal-Angebot im Regionalverkehr will die Deutsche Bahn AG der anhaltenden Konkurrenz durch die Fernbusse begegnen. Ab dem 1. Juli werde es in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen ein Ticket für 15 Euro geben, sagte Bahn-Manager Jost Beckmann der in Halle erscheinenden Mi
Kölner Stadt-Anzeiger: Zwei Vorstände von Deutsche Oppenheim Family Office müssen gehen/ Banker waren nach Insiderangaben in fragwürdige Geschäfte mit Luxemburger Steuersparfonds eingebunden ...
Köln. Die Deutsche Bank wird von früheren Geschäften ihrer Tochter Sal. Oppenheim eingeholt. Zwei Vorstände der Konzerntochter Deutsche Oppenheim Family Office müssen gehen. Während Markus Küppers sein Amt selbst niederlegte, wurde Andreas Pichler mit sofortiger Wirkung vom Aufsichtsrat abb
Allgemeine Zeitung Mainz: zur Rente mit 63 / Zur Unzeit ...
Wie viele Beschäftigte wären eigentlich mit 63 in den Ruhestand getreten, hätte es das neue Gesetz zur abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren nicht gegeben? Das wäre eine interessante Vergleichszahl - die womöglich näher an den aktuellen Daten zur Rente mit 63 liegen würde als viele




