Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: EU-Flüchtlingsquoten
Würdiges Leben bieten
Dirk-Ulrich Brüggemann
ID: 1229762
Ausnahme. Mitmenschen, egal welcher Hautfarbe und Nation, muss
geholfen werden, wenn sie unverschuldet in Not geraten sind. An
dieser ersten Menschenpflicht sollte es nichts zu deuteln geben. Und
trotzdem gibt es innerhalb der Europäischen Union immer wieder
Diskussionen und Streit darüber, wer wann wie viele Flüchtlinge
aufzunehmen hat. Die ungarische Regierung ging sogar noch einen
Schritt weiter und erklärte, Ungarn sei voll. Ihre Entscheidung,
vorerst keine Flüchtlinge mehr aufzunehmen, sorgte für blankes
Entsetzen in Brüssel. Mittlerweile hat die Regierung von Viktor Orbán
diese einseitige Aussetzung der Gemeinschaftsverträge zwar wieder
zurückgenommen, doch ein fader Beigeschmack bleibt. Für europäische
Mitgliedsstaaten mit EU-Außengrenzen ist es fast unmöglich,
Flüchtlinge in unbegrenzter Anzahl aufzunehmen, ihre Asylanträge zu
prüfen, zu bearbeiten und zu entscheiden, wer wieder gehen muss. Hier
sind alle Mitgliedsstaaten der Union gefragt und gefordert, an einem
Strang zu ziehen, den Menschen in Not zu helfen und ihnen wenigstens
ansatzweise ein würdiges Leben zu bieten. Wenn - aus welchen Gründen
auch immer - keine Hilfe vor Ort in den Krisenstaaten erfolgen kann,
dann sollten Regierungen, Kirchen und Organisationen sich
unbürokratisch zusammentun und helfen. Früher hat man dies
Gastfreundschaft genannt. Noch heute gibt es Länder, in denen
Gastfreundschaft das höchste Gut ist. Dort wird keiner in die Wüste
geschickt, jeder erhält mindestens für eine Nacht ein Dach über dem
Kopf, und die oft karge Mahlzeit wird geteilt. Ist es in unserer
Konsumgesellschaft zu viel verlangt, unseren Wohlstand mit Ärmeren zu
teilen? Müssen wir deswegen am Hungertuche nagen? Mit Sicherheit
nicht. Selbst wenn wir uns kurzzeitig ein wenig einschränken müssten,
wäre das durchaus zu akzeptieren. Also reißen wir die Zäune nieder
und reichen den Mitmenschen in Not die Hand.
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.06.2015 - 19:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1229762
Anzahl Zeichen: 2299
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 199 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: EU-Flüchtlingsquoten
Würdiges Leben bieten
Dirk-Ulrich Brüggemann"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Höhe der Rente unterscheidet sich in NRW von Wohnregion zu Wohnregion teils erheblich. Bei Männern macht es im Jahr einen Unterschied von 5.000 Euro aus, ob sie in Münster (1.185 Euro/Monat) oder im Rhein-Erft-Kreis (1.591 Euro/Monat) leben. Frauen in Gelsenkirchen (818 Euro) bekommen im Jahr
Hunderte Verstöße gegen Spritpreisregel in NRW bleiben folgenlos - ADAC kritisiert "zahnlosen Tiger" ...
Hunderte Tankstellen in Nordrhein-Westfalen verstoßen gegen die gesetzliche Spritpreisregel - doch geahndet wird bislang kein einziger Fall. Seit Anfang April wurden in NRW insgesamt 2.634 unzulässige Preiserhöhungen durch 447 Tankstellen registriert, wie aus einer Analyse von Daten des Bundeskar
Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance ...
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich
Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Mangelndes Personal an Kliniken in Deutschland Gesundheit wird zur Ware Björn Vahle ...
Leben und Sterben, und vor allem die möglichst lange Zeit dazwischen, ist zum Spielball der Wirtschaftlichkeit geworden, die Gesundheit zur Ware. Bei den Verhandlungen um mehr Geld für Krankenhäuser und die Versorgung kranker, hilfsbedürftiger Menschen geht es nur noch darum, so effizient wie
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Französische Präsidenten im Visier der NSA Unter Freunden Peter Heusch, Paris ...
Abhören unter Freunden, das geht gar nicht!" Merkels Kommentar über das viel zu ausgeprägte Interesse der Amerikaner an ihren Handy-Telefonaten ist nun in Frankreich zum geflügelten Wort geworden. Die NSA sah das bis vor kurzem bekanntlich anders als Merkel. Und wer sagt uns eigentlich,
WAZ: Die Queen als Vorbild. Kommentar von Julia Emmrich zur Visite der britischen Königin ...
Die Queen ist da - und das halbe Land ist entzückt. Kindergartenkinder winken am Straßenrand, Schüler schwänzen den Unterricht, erwachsene Menschen stehen sich die Beine in den Bauch, um einen Blick auf die Engländerin zu erhaschen. Was ist da los? Ist das ein letztes royales Zucken, eine h
Mitteldeutsche Zeitung: zu Frauen und Dschihadismus ...
Freilich hat es Extremismus schon immer gegeben. Auch in Deutschland taten Menschen vor Jahrzehnten Dinge, die rückblickend unvorstellbar anmuten. Was wir da erleben, ist trotz allen Kopfschüttelns menschheitsgeschichtlich so neu also nicht. Hinzu kommt, dass der Islamische Staat heute einerse




