Hannoversche Allgemeine Zeitung: Patientenschützer Brysch: Gesellschaft darf Suizidwünsche nicht s

Hannoversche Allgemeine Zeitung: Patientenschützer Brysch: Gesellschaft darf Suizidwünsche nicht stillschweigend hinnehmen oder sie gar befördern

ID: 1233118
(ots) - Der Chef der Deutschen Stiftung Patientenschutz,
Eugen Brysch, hat vor einer schrecklichen Sogwirkung als Ergebnis der
Gesetzesdebatte über Sterbebegleitung gewarnt. Gegenüber der
Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (Donnerstag-Ausgabe) sagte Brysch:
"Seit über 140 Jahren gibt es im Strafrecht kein Verbot für die
Beihilfe zum Suizid. Ich sehe im Bundestag auch jetzt keine Mehrheit
dafür." Der Suizid sei und bleibe eine höchst persönliche
Entscheidung. "Aber Aufgabe unserer Gesellschaft darf es nicht sein,
Suizidwünsche stillschweigend hinzunehmen oder sogar zu befördern."
Doch genau das schleiche sich seit einigen Jahren ein, sagte Brysch
unter Hinweis auf die Angebote sogenannter Sterbehelfer. Der
Bundestag befasst sich heute in erster Lesung mit verschiedenen
Gruppenanträgen zur Suizidbegleitung. Die Selbsttötung sei eben
nicht die höchste Stufe der Selbstbestimmung. "Vielmehr entsteht ein
Sog, der Alte, Schwerstkranke und Depressive mit sich reißt", warnte
der Patientenschützer. "Ich erfahre täglich von Menschen, die anderen
nicht zur Last fallen wollen. Deshalb muss Suizidbeihilfe, die
organisiert angeboten wird, ein Riegel vorgeschoben werden." Für
Sterben und Leiden gebe es keine allgemeingültigen Kriterien. Daran
kranke auch der Gesetzentwurf der Abgeordneten Peter Hintze (CDU) und
Karl Lauterbach (SPD). Zunächst klinge es sympathisch, wenn der Arzt
auch zum Spezialisten für die Begleitung bei der Selbsttötung werde.
"Doch die scheinbar klaren Kriterien erweisen sich als butterweich."
Würde der Hintze/Lauterbach-Entwurf zum Gesetz, "stünden wir nicht
vor dem Ende der Debatte, sondern am Anfang einer neuen".



Pressekontakt:
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Dirk Schmaler
Telefon: 0511 / 54 53 80 22
dirk.schmaler@rnd-news.de



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Rheinische Post: Wirtschaftsinstitut IW sieht Schulen bei Gründerkultur in der Pflicht Thüringische Landeszeitung: Hoffnungsschimmer - Kuba-Entspannung aber im US-Wahlkampf / Kommentar von Axel Zacharias zur bevorstehenden Neueröffnung von Botschaften in Havanna und Washington
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.07.2015 - 06:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1233118
Anzahl Zeichen: 1996

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hannover



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 203 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Hannoversche Allgemeine Zeitung: Patientenschützer Brysch: Gesellschaft darf Suizidwünsche nicht stillschweigend hinnehmen oder sie gar befördern"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Hannoversche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Weitere Mitteilungen von Hannoversche Allgemeine Zeitung


Rheinische Post: Wirtschaftsinstitut IW sieht Schulen bei Gründerkultur in der Pflicht ...
Deutschland muss nach Überzeugung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) schon in den Schulen für eine bessere Gründerkultur sorgen, um dem drastischen Absinken der Zahl von Unternehmensgründungen entgegenzuwirken. Dieser Vorschlag steht im Mittelpunkt eines bislang unveröffentlic

Badische Neueste Nachrichten: zu: Bahn Kommentar von Mario Beltschak ...
Einen Nobelpreis für Tarifkonflikt-Schlichter gibt es nicht. Wäre dies anders, hätten sich Bodo Ramelow und Matthias Platzeck die Auszeichnung mehr als verdient. Das Duo hat geschafft, woran Millionen Bahnreisende schon gar nicht mehr geglaubt haben. Sie führten eine Einigung zwischen der Lok

Westfalenpost: Unwürdiger Umgang Von Martin Korte ...
Die Entmachtung des Regierungspräsidenten acht Wochen vor seiner Pensionierung sagt viel aus über die Politik in NRW. Über den Druck, den das sich zuspitzende Flüchtlingsproblem auf Amtsträger in Düsseldorf und Arnsberg ausübt. Über den Umgang unter sogenannten Parteifreunden. Und über

Westfalenpost: Ein Kompromiss, der keine Verlierer kennt Von Carsten Menzel ...
Der monatelange Dauerkonflikt ist entschärft, weitere Bahnstreiks abgewendet: Die Tarifauseinandersetzung zwischen Deutscher Bahn und der Gewerkschaft GDL ist beigelegt. Damit haben die beiden Schlichter, Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und der frühere brandenburgische Regierungsch


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z