Südwest Presse: Kommentar Balkan
ID: 1234373
Kein "Weiter so" Man wundert sich dann doch: Da steckt die EU mit
Griechenland in der größten Krise ihrer Geschichte und
Bundeskanzlerin Merkel sieht für die Staaten des Westbalkan
ungebrochen EU-Beitrittsperspektiven. Ganz so, als hätte in den
vergangenen Jahrzehnten nur Griechenland seine Hausaufgaben nicht
gemacht - die EU aber sehr wohl. Das ist mitnichten geschehen. Eine
immer größer werdende Union fußt auf Strukturen, die selbst im
Kleinen nur für Schönwetter-Perioden taugten. Stichwort
Einstimmigkeit. Nur solange europäische Politiker bereit waren, für
das Ziel einer großen Einheit nationale Interessen zurückzustecken,
konnte das funktionieren. Das ist vorbei. Die schwere Wirtschafts-
und Finanzkrise nährt Populisten von rechts und links in vielen
Ländern. Ihrem Erpressungspotenzial hat die EU nur wenig
entgegenzusetzen. Und da ermuntert die Kanzlerin ausgerechnet
Serbien? Wie soll ein Land in die oftmals einstimmige EU-Räson
eingebunden werden, in dem Teile der politischen Eliten und der
Bürger auf eine enge Anbindung an Moskau hoffen? Aus Merkels Worten
klingt ein "Weiter so". Doch das kann es nach dem
Griechenland-Debakel nicht mehr geben. Die EU wäre gut beraten, die
jetzige Krise zu einer ehrlichen Bestandsaufnahme zu nutzen. Mit
ihren Minimalkompromissen und politisch motivierten Scheinlösungen
hat sie sich in eine Sackgasse manövriert. Bevor neue Länder
aufgenommen werden können, muss sich die Union reformieren,
vielleicht sogar unterschiedliche Integrationsgrade einführen. Diese
Wahrheit sollte Merkel den Balkanländern nicht unterschlagen.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 05.07.2015 - 19:49 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1234373
Anzahl Zeichen: 1911
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 311 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar Balkan"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
Mitteldeutsche Zeitung: zu Weltkulturerbe/Naumburg ...
Aber die Antragsteller - und mit ihnen viele Bürgerinnen und Bürger - haben trotzdem nicht aufgesteckt. Dieser Mut ist es nun auch, der belohnt wird mit einer zweiten Chance. Die gilt es allerdings engagiert zu nutzen - zunächst für eine Selbstkritik. Denn wenn es nicht zuletzt das geheimnis
Mitteldeutsche Zeitung: zu AfD ...
Petry will eine nationalkonservative Partei, die rechts von der CDU alles aufsaugen kann. Dafür wird ihr so gut wie jedes Mittel recht sein. Auf Lucke und seine eher gemäßigten Alternativen aus der Euroskeptikerecke pfeift sie. Und wahrscheinlich geht ihre Rechnung auf: Der zu erwartende Mitg
Frankfurter Rundschau: Kommentar zum Rechtsruck der AfD ...
Mit Petry hat sich die Partei die genau passende Anführerin gewählt. Eine provozierende Demagogin, einen Machtmenschen, der etwas werden will, der hemmungslos Ängste schürt und sich für keine Grobheit zu schade sein wird. Petry spielt gerne mit dem Feuer, sie ist deutlich skrupelloser und de
Berliner Zeitung: Kommentar zum Hinrichtungsvideo des IS: ...
Das verzögerte Auftauchen des Videos darf als Teil einer Medienstrategie gedeutet werden, die nicht mehr bloß auf die Propaganda der Tat setzt, sondern auf die größtmöglichen Effekte des Schreckens. Offenbar vermochten die Dramaturgen des IS der verführerischen Kraft nicht zu widerstehen




